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Cortana-Lautsprecher "Invoke": Europa-Launch steht in den Sternen

Von Markus Kasanmascheff am 04.09.2017 14:10 Uhr
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Wer in Europa auf einen internetgestützten smarten Lautsprecher mit Cortana-Unterstützung wartet, könnte letztendlich beim Amazon Echo statt beim Invoke-Lautsprecher landen. Ein Europa-Start für den Invoke steht weiterhin in den Sternen und ein Kauf des Amazon-Geräts könnte dank des gerade bekanntgewordenen Deals mit Microsoft für viele at­trak­ti­ver sein.

Amazon hat bei den smarten Lautsprechern mit dem Echo den Anfang gemacht und mit dem Google Home gibt es bereits ein Konkurrenzprodukt vom US-Suchgiganten. Mit dem der auf Build-Konferenz vorgestellten Cortana-Lautsprecher war erwartet worden, dass auch Microsoft künftig in diesem Segment kräftig mitmischen will.

Amazon Echo: Der Sprachassistent für den Alltag im großen Test
Wie der späte Verkaufsstart des Invoke und der erst letzte Woche bekanntgewordene Deal mit Amazon vermuten lässt, scheint Microsoft das Spielfeld nun eher der Konkurrenz zu über­lassen. In den USA wird die Markteinführung des Invoke jetzt im September kom­men, gefolgt von einem späten Start 2018 in China. Nach Europa wird es der Invoke aber aufs Erste nicht schaffen, wie Harman-Kardon auf der IFA 2017 in Berlin nun erklärte.

Microsoft und Harman Kardon bringen Cortana-Box ins Wohnzimmer

Amazon-Deal mischt die Karten neu

Microsoft scheint weniger an exklusiven Endgeräten, als an der Verbreitung seiner Software Interesse zu haben. Cortana ist dabei offensichtlich nur ein Puzzle-Baustein. Schließlich wird es Cortana künftig über Windows 10 nicht nur in Lautsprechern, sondern einer Vielzahl von Endgeräten geben. Das im Juli vorgestellte Cortana-Thermostat ist dafür ein gutes Beispiel. Und ein Kühlschrank mit Windows 10 war bereits auf der IFA 2016 zu sehen.

Microsoft stellt Cortana-taugliches Thermostat vor
Dank des Amazon-Deals kann sich Microsoft nun aber auch ruhig etwas zu­rück­lehnen. Ama­zon wurde dadurch als Konkurrent quasi irrelevant und gegenüber Google Home hat man mit zwei verfügbaren Assistenten einen gewissen Vorteil, um Cortana für Hersteller von Laut­spre­chern und anderen Smart-Home-Geräten attraktiver zu machen. Schließlich be­kom­men Entwickler von Cortana-Hardware künftig darüber auch automatisch Zugriff auf Alexa. Da Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, kann jedenfalls bei allen Anbietern, in­klu­si­ve Apple mit seinem HomePod, mit einem Technologiesprung bei IoT-Hardware gerechnet werden.
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