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Microsoft-Deal mit Amazon bringt Cortana und Alexa zusammen

Von Markus Kasanmascheff am 30.08.2017 12:23 Uhr
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Wer sich beim Gerätekauf den Kopf darüber zerbricht ob er als Sprach­assistenten lieber Amazons Alexa oder Cortana von Microsoft bevorzugt, kann sich entspannen. Wie die New York Times berichtet, wollen beide Tech-Konzerne künftig zusammenarbeiten und Cortana und Alexa auf der jeweiligen anderen Plattform verfügbar machen.

Die gegenseitige Integration der Assistenten soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein und könnte dann in Endgeräten wie dem Echo-Lautsprecher von Amazon und vergleichbaren Cor­tana-Geräte wie den Invoke-Lautsprecher von Harman Kardon zur Verfügung stehen. Danach soll man mit Zurufen wie "Alexa, öffne Cortana" und "Cortana, starte Alexa" den jeweils an­de­ren Dienst einsetzen können. Die Allianz beider Anbieter könnte ein raffinierter Schach­zug gegen die Konkurrenten Siri von Apple und Google Home sein, welche gerade ebenfalls in Smart-Home-Geräten wie Lautsprechern Einzug halten.

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Jeder Dienst mit eigenen Stärken

Amazon-Gründer Jeff Bezos und Microsoft-CEO Satya Nadella sähen in einer Zu­sam­men­ar­beit ihrer Dienste große Synergieeffekte, schreibt die New York Times. Cortana und Alexa hätten jeweils ganz eigene Stärken. In einem Interview hätte Bezos etwa ausdrücklich die gute Integration von Cortana in Microsoft Outlook hervorgehoben. Microsoft hätte Kontrolle über beide Produkte und könne sie deshalb besser miteinander verzahnen. Bezos scheint was digitale Assistenten betrifft wenig ideologisch zu sein. Gegenüber der New York Times sagte der Amazon-Gründer, er wolle den Leuten Zugriff auf so viele KI-Systeme wie möglich geben.

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Idee kam von Bezos

Die jetzt bekannt gewordene Kollaboration bei Alexa und Cortana geht auf ein Treffen zwi­schen Bezos und Nadella auf Microsofts CEO-Summit im letzten Jahr zurück. Dort hatte Bezos dem Microsoft-Chef in einem Gespräch eine Verbindung beider Dienste vorgeschlagen und Nadella die Idee dankend aufgenommen. Gegenüber der New York Times verglich Nadella Sprachassistenten mit der Technologie von Webbrowsern, da auch die Sprachdienste auf einen identischen Online-Datenpool zugreifen würden. Nicht auf einen Assistenten beschränkt zu sein, hätte nach Meinung von Nadella und Bezos für die Anwender deshalb Vorteile.
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