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Petabyte-weise Pornos: Nutzer testet Unlimited-Speicher Amazons

Von Christian Kahle am 25.08.2017 11:42 Uhr
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Bei verschiedenen Anbietern von Cloud-Speicher sind die Kapazitätsgrenzen bereits gefallen. Schlagworte wie "unbegrenzt" und "unlimitiert" machen sich im Marketing immerhin gut. Doch dann muss man auch damit rechnen, dass es Nutzer gibt, die ausprobieren, ob der Anbieter hält, was die Werbung verspricht.

Wirklich unbegrenzt ist natürlich kein Speicher der Welt. Insofern dürfte es bei einem Härtetest wohl vor allem darum gehen, zu sehen, an welchem Punkt die Geduld des Dienstleisters aufhört. Und bei Amazon muss man sich schon ordentlich anstrengen, um Aufregung hervorzurufen. Das konnte ein Nutzer belegen, der unter dem Pseudonym "beaston02" bei Reddit unterwegs ist, wie aus einem Bericht des Vice-Magazins hervorgeht.

Diese begann seinen Unlimited-Speicher bei Amazon - eine inzwischen wieder eingestellte Option - vor einiger Zeit ordentlich zu füllen. Er bediente sich dafür des am einfachsten zugänglichen und umfangreichsten Contents des Netzes: Pornographie. Über Monate schob beaston02 immer mehr Videos aus dieser Sparte auf seinen Online-Storage und es gab schlicht keine Rückmeldungen, dass es zu viel würde.

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Es dauerte erst einmal gute sechs Monate, bis ein Petabyte Porno-Filmchen auf dem Speicher lagen. Um die Füllung zu beschleunigen, schrieb der Nutzer letztlich Live-Streams verschiedener einschlägiger Webcam-Plattformen in die Cloud. Beaston02 stoppte das Experiment, als 1,8 Petabyte zusammengekommen waren.

Wie viel Videolaufzeit dann insgesamt auf dem Online-Speicher lagen, kann niemand sagen. Selbst wenn alle Videos in 720p-Auflösung vorgelegen hätten, wären es aber etwas mehr als hundert Jahre ununterbrochener Wiedergabe gewesen. Dass er aufhörte, mitzuspeichern, erklärte der Nutzer dann damit, dass er auch mal wieder etwas anderes machen wollte und auch sein Image bei Menschen, die von der Sache wussten, etwas gelitten hat - denn wer sonst sammelt schon Petabyte-Weise Pornographie. Gerüchte, dass er letztlich Schuld daran war, dass Amazon die Unlimited-Option inzwischen gestrichen hat, wies er allerdings klar zurück.
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