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Nadella, Cook, Zuckerberg: IT-Bosse stellen sich gegen Donald Trump

Von Witold Pryjda am 17.08.2017 10:24 Uhr
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Die Weigerung von US-Präsident Donald Trump, die rassistisch motivierten Vorfälle von Charlottesville klar zu verurteilen, ist und bleibt das Thema in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Die IT-Industrie positioniert sich wie viele andere klar auf der Seite der Toleranz und so stellten sich die Chefs fast aller großen Unternehmen gegen Rassismus und kritisierten Trump zum Teil ganz offen.

US-Präsident Donald Trump hat mit seinen jüngsten Aussagen zu den Ausschreitungen und dem Terror von Charlottesville auch für viele Konservative und bisherige Parteifreunde den Bogen überspannt, es gibt kaum noch jemanden, der sich traut, Trump öffentlich zu verteidigen.

Im als liberal geltenden Silicon Valley weht dem US-Präsidenten seit jeher ein rauer Wind entgegen. Die Bosse der IT-Firmen haben aber zumindest anfangs versucht, auf Trump zuzugehen, um ihn zum Umdenken zu bringen und sicherlich auch dem eigenen Geschäft nicht zu schaden.

Doch die jüngsten von den meisten als skandalös betrachteten Aussagen Trumps haben das Fass für viele zum Überlaufen gebracht: So hat Intel-Chef Brian Krzanich, der an sich den Republikanern nahesteht, Anfang der Woche das Industrie-Beratergremium aus Protest verlassen, Trump hat dieses nach zahlreichen anderen Absprüngen inzwischen aufgelöst.

Die IT-Wirtschaft stellt sich fast geschlossen gegen Trumps Weigerung, die rechte Gewalt und den Rassismus klar zu verurteilen. Anfang der Woche hat Microsoft-CEO Satya Nadella den Tod von Heather Heyer in einer internen Mail an Mitarbeiter als "schrecklich" bezeichnet, er rief die Microsoft-Angestellten auf, die Werte des Unternehmens, allen voran die Toleranz, zu achten.

"Hass ein Krebsgeschwür"

Nun hat sich auch Apple-CEO Tim Cook an seine Mitarbeiter gewandt und fand noch schärfere Worte als sein Microsoft-Kollege. Cook schreibt u. a. (via Engadget), dass "Hass ein Krebsgeschwür" sei, der alles zerstört, der ihm in den Weg kommt, wenn man ihn sich ausbreiten lässt. "Es geht nicht um links oder rechts, konservativ oder liberal. Es geht um menschlichen Anstand und Moralität."

Der Chef von Apple stellt sich auch explizit gegen Trump: "Ich stimme dem Präsidenten und anderen nicht zu, die glauben, es gäbe eine moralische Gleichwertigkeit zwischen Rassisten und Nazis und jenen, die sich ihnen entgegenstellen und für Menschenrechte eintreten. Diese beiden (Seiten) gleichzustellen ist ein Gegensatz zu unseren Idealen als Amerikaner."

Auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat sich inzwischen öffentlich zu Wort gemeldet, auch er schreibt, dass es auf Facebook und in der Gemeinschaft keinen Platz für Hass geben darf.
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