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Ex-Microsoft-Manager: Darum konnte Amazons Alexa allen davonziehen

Von Witold Pryjda am 14.08.2017 10:08 Uhr
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Alexa ist mit einem ordentlichen Rückstand ins Rennen um Endanwender-KIs gegangen, Cortana, Siri und Google Now/Assistant sind schon deutlich vor der Amazon-Sprachassistentin gestartet. Dennoch ist Alexa die derzeit vermutlich populärste Anwendung ihrer Art und das weiß oder wusste man auch bei Microsoft.

In einem Interview mit dem Magazin Wired sprach Qi Lu, ehemaliger Executive Vice President bei Microsoft, unter anderem über Cortana und die noch verhältnismäßig neue Amazon-Konkurrenz Alexa. Qi Lu ist sicherlich ein Kenner der Materie, denn zu seinen Zuständigkeiten zählten Bing, Skype, Office und eben auch Cortana, er ist auch Spezialist für Künstliche Intelligenz.

Qi Lu, der Microsoft Ende 2016 verlassen und mittlerweile beim chinesischen Suchmaschinenriesen Baidu angeheuert hat, sagte, dass man vor gut vier Jahren an Cortana gearbeitet habe und alle Microsoft meinten: 'Amazon, ja, deren Technologie hinkt so weit hinterher'."

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"Es geht um die richtigen Anwendungsszenarien"

Er meinte aber, dass er und auch alle anderen in Redmond schnell erkennen mussten, dass es im Rennen um KIs nicht um die Technologie selbst geht, sondern "darum, die richtigen Anwendungsszenarien und das passende Ökosystem zu haben."

Demnach seien Google und Microsoft technologisch betrachtet Amazon weit voraus gewesen. "Aber seht euch das KI-Rennen heute an. Das Amazon Alexa-Ökosystem ist allen in den USA weit voraus. Und zwar weil sie das Szenario und das Gerät richtig hinbekommen haben. Im Wesentlichen ist Alexa nämlich ein AI-zuerst-Gerät."

AI für Phone und PC nicht so gut

Im Gegensatz dazu hätten Microsoft und Google denselben Fehler gemacht, sich nämlich auf Smartphone und PC zu konzentrieren. Das sei aber ein Fehler gewesen, da laut Qi Lu vor allem das Phone auch in absehbarer Zukunft ein Gerät bleiben werde, das man in erster Linie mit den Fingern bedient.
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