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Facebook übernimmt den deutschen Video-Spezialisten fayteq

Von Nadine Juliana Dressler am 12.08.2017 08:59 Uhr
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Facebook hat gerade erst eine Video-Plattform namens Watch in den USA gestartet. Nun wurde bekannt, dass Facebook den Video-Spezialisten fayteq übernommen hat. Das deutsche Startup ist für seine Technologie bekannt, mit der Gegenstände aus Videos entfernt oder eingefügt werden können.

Das kam ein wenig überraschend: Das in Erfurt angesiedelte Startup fayteq gab in dieser Woche in einer Mitteilung an seine Kunden bekannt, dass die Produkte des Jung-Unternehmens nicht weiter zur Verfügung stehen. Auch auf der Webseite findet man nun nur noch den Hinweis: "Unsere Produkte und Dienstleistungen sind nicht mehr erhältlich". Eine weitere Erklärung zu den Hintergründen der plötzlichen Einstellung gab es nicht. Die lieferte dann ein Gerücht, das mittlerweile offiziell bestätigt wurde und aus den Kreisen der bisherigen Investoren stammte. Der US-Konzern Facebook hat fayteq aufgekauft.

Facebook kauft fayteq

Starthilfe für Watch

Laut einem Bericht der Newsseite Deutsche Startups hat Facebook faytec übernommen, um mit dessen Entwicklungen die erst vor kurzem in den USA vorgestellte neue Video-Plattform Watch voranzubringen. Es geht dabei wohl in erster Linie um Werbeeinblendungen, die mit der faytec-Technik direkt in Videos integriert werden können. Faytec könnte also als eine Starthilfe für Watch genutzt werden, mit der sich Facebook Werbeeinnahmen verspricht.

Preis unbekannt

Facebook soll eine bisher noch unbekannte Summe für das Technologieunternehmen aus Erfurt gezahlt haben. Die Übernahme selbst wurde durch Facebook bestätigt. Faytec ist dabei eine Ausgründung der Technischen Universität Ilmenau gewesen. 2011 hatten Studenten unter dem Namen faytec an einem Patent gearbeitet, das die Entfernung von Gegenständen aus Videos beschreibt. Schließlich gab es die Technologie unter anderem als Plugin für Adobe After Effects (fayIN).

Nutzer konnten mit der Erweiterung beliebige Gegenstände in Videos rein- oder rausretouchieren, sodass die Manipulation nicht sichtbar ist. Das Plugin wird nun nicht länger angeboten.

Siehe auch: Facebook kauft Anti-Piraterie-Startup, Folgen für Nutzer wohl positiv

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