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Android 8.0: Nutzer muss keinen Platz mehr für Updates freiräumen

Von Christian Kahle am 08.08.2017 11:14 Uhr
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Googles kommende Android-Version 8.0 wird nicht mehr ausreichend freien Speicherplatz benötigen, um Updates herunterzuladen und einzuspielen. Eine Aktualisierung des Betriebssystems lässt sich auch dann vornehmen, wenn der Anwender die gesamte verfügbare Kapazität mit Musik, Bildern, Apps und anderen Daten vollgerümpelt hat.

Die Evolution von Android

Bisher dürften die meisten Nutzer bereits über das Problem gestolpert sein, dass Android ihnen vor einem Update mitteilt, dass etwa ein Gigabyte freier Speicherplatz benötigt wird, um die Aktualisierung einzuspielen. Dies liegt daran, dass die Daten für das Update bisher erst einmal auf die Nutzer-Partition heruntergeladen werden.

Das ist im Grunde gar nicht zwingend nötig. Immerhin liegt die Betriebssystem-Installation ohnehin in einer eigenen Systempartition. Und seit der Einführung der "Seamless Updates" in Android 7 ist diese sogar noch einmal in System A und System B aufgeteilt.

Update als Prozess

Das bewirkt, dass ein heruntergeladenes Update jeweils in die ungenutzte der beiden Systempartitionen installiert wird. Der mit der Aktualisierung notwendige Neustart sorgt dann lediglich dafür, dass von der nun neueren Partition gebootet wird. Dadurch scheint es dem Nutzer, als würde die Installation des Updates und die damit verbundene Downtime auf einen ziemlich kurzen Zeitraum heruntergedampft.

Mit Android 8.0 wird Google nun auch den eigentlich unnötig gewordenen Zwischenschritt eines Downloads der Aktualisierungs-Daten in die Nutzer-Partition abschaffen. Statt dessen legt das System die heruntergeladenen Informationen direkt in die Systempartition. Um hier Probleme zu vermeiden, wird aber nicht ein großes Image aus dem Netz gezogen. Statt dessen holt sich Android immer einzelne kleine Blöcke ab. Auch diese landen auf der Nutzer-Partition, bevor sie in den Systembereich geschrieben werden - doch da sie dort nur kurz liegen und lediglich rund 100 Kilobyte groß sind, stellt auch ein nahezu komplett gefüllter Speicher kein Problem mehr dar.

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