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Desktop-PCs: Die Hersteller haben plötzlich wieder Hoffnung

Von Christian Kahle am 04.08.2017 12:06 Uhr
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Seit längerer Zeit spielt der klassische Desktop-PC nur noch eine Nebenrolle - im Rampenlicht standen immer kompaktere und schickere Notebooks und andere Mobilgeräte. Doch nun sollen die Verkaufszahlen wieder einen Aufschwung erleben können, da gleich mehrere positive Faktoren zusammenkommen.

Die Geschäfte der Hersteller von Desktop-Systemen waren zuletzt fast vollständig davon abhängig, in welchem Umfang Business-Kunden ihre Arbeitsplatz-PCs erneuerten. Der Privatkunde-Sektor spielte eine ziemlich untergeordnete Rolle. Gerade letzterer soll nun aber kräftige Impulse bringen, heißt es laut einem Bericht des Branchenmagazins DigiTimes recht einhellig aus den Marktforschungs-Abteilungen der Hersteller.

Während die Absatzzahlen in der ersten Jahreshälfte noch recht schwach waren, rechnet man im dritten Quartal mit einer deutlichen Steigerung. Auslöser dessen sind die diversen neuen Prozessoren, die von AMD und Intel auf den Markt gebracht werden. Der neu entflammte Konkurrenzkampf bringt ordentlich Schwung in den etwas angestaubten Sektor und verleitet die Nutzer zum Kauf.

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Weihnachten im Blick

Ein Meilenstein soll am 10. August gesetzt werden. Zu diesem Termin werden die ersten PCs im Handel verfügbar sein, die mit den neuen AMD-Prozessoren Ryzen Threadripper 1950X und 1920X mit ihren 16 beziehungsweise 12 Kernen die Gaming-Szene anlocken sollen. Etwas später kommt dann mit dem 1900X noch ein etwas preiswerterer 8-Kerner hinzu. Einige Anbieter nehmen bereits Vorbestellungen entgegen - darunter Dell für den Alienware Area-51 Threadripper. Und hier sind die ersten Zahlen durchaus vielversprechend.

Von Seiten AMDs soll außerdem die neue Vega-Generation von Grafikkarten für zusätzlichen Schwung sorgen. Aber auch das Intel-Lager hält keineswegs Still. Hier bereitet man sich intensiv auf den Start der neuen Coffee Lake-Prozessoren vor. Auch diese sollen dann mit dafür sorgen, dass vielleicht auch endlich einmal wieder in nennenswertem Umfang Dektop-Systeme unter die Weihnachtsbäume gestellt werden.
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