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Betrug mit Binären Optionen: Apple und Google löschen Trading-Apps

Von Nadine Juliana Dressler am 01.08.2017 21:33 Uhr
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Nach einer Recherche durch die Finanz-Aufsichtsbehörde in Australien haben Apple und Google nun über 300 Trading Apps aus ihren Stores entfernt. Viele der App-Anbieter hatten demnach gar keine hinreichenden Lizenzen, um Aktienhandel anzubieten, andere lockten mit unseriösen Versprechen und Gewinnaussichten.

Erst vor kurzem hatte der britische Independent sich mit dem Thema binärer Handel über Smartphone-Trading-Apps beschäftigt, nun berichtet die Nachrichtenseite das es erste Erfolge im Kampf gegen die Irreführung und den Betrug mit zweifelhaften Gewinnversprechen für den Aktien-Handel gibt. Demnach sei man nun bei Apple und Google dabei, entsprechende Apps aus den App Stores zu entfernen. In Apples aktualisierten Richtlinien für Entwickler haben solche Trading Apps nun zudem keinen Erfolg mehrt auf Zulassung.

Unsauberen Methoden der Anbieter aufgedeckt

Den Anfang der Aufräumaktion machen die beiden Anbieter nun in Australien. Dort hatte sich die Finanzaufsicht mit den unsauberen Methoden der App-Anbieter auseinandergesetzt. Laut einer Recherche durch die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) waren die meisten in Australien angebotenen Trading Apps mit binären Handel illegal, da die Entwickler und dahinterstehenden Unternehmen nicht die vorgesehenen Lizenzen vorweisen konnten.

Demo gut, alles gut

Zudem sei bei einer Untersuchung aufgefallen, dass Nutzer im Demo-Modus immer gute Verdienste machten und sofort wenn sie regulär angemeldet waren hohe Verluste einfuhren, schreibt der Independent.

Der App-Handel mit binären Optionen verspricht ein schnelles Zusatzeinkommen einfach mit der Wette auf fallende oder steigende Aktienkurse. Die Mehrzahl solcher Angebote sind allerdings auf Betrug aufgebaut - verdienen können mit dem System nur die Macher.

Anzeige erstatten

Laut Independent gibt es dabei Betroffene, die ihre ganzen Ersparnisse so verzockt haben. Dabei sind die Nutzer in allen Alterskategorien anzutreffen. Auch Rentner hätten sich den lukrativen Versprechen des schnellen Geldes per App hingegeben. Problematisch sei dann selbst in dem Fall, dass die Betroffenen zur Polizei gehen um Anzeige zu erstatten, dass die Drahtzieher oftmals im Ausland sitzen und schlecht dingfest zu machen sind.
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