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Mixed-Reality-Headsets für Windows 10 jetzt erhältlich - für 300 Dollar

Von Roland Quandt am 01.08.2017 19:35 Uhr
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Microsoft hat heute mit dem Vertrieb der ersten sogenannten Mixed-Reality-Headsets für die Verwendung mit Windows 10 begonnen. Ab sofort können zumindest Kunden in den USA die neuen VR-Brillen von Acer und Hewlett-Packard bestellen und auch gleich beliefert bekommen. Wann der Vertrieb in Deutschland startet, ist unterdessen noch immer unklar.

Wie Neowin bemerkte, wird das Acer Windows Mixed Reality Headset in der sogenannten Developer Edition ab sofort über den amerikanischen Microsoft-Store ganz regulär vertrieben. Die Vorbestellung war schon seit der Entwickerkonferenz BUILD im Mai möglich, doch jetzt kann man das Headset mit seiner offiziellen Preisempfehlung von 299 Dollar auch tatsächlich erhalten.

Acers Mixed-Reality-Headset: Spagat zwischen günstig und gut
Gleichzeitig startete auch der reguläre Vertrieb des HP Windows Mixed Reality Headset Developer Edition, für das Microsoft ebenfalls schon seit der BUILD Vorbestellungen entgegen nahm. Zwar werden die zuvor bestellten Geräte jetzt an die Kunden ausgeliefert, eine erneute Bestellung ist im Fall des HP-Headsets aber aktuell nicht möglich, da das Gerät als "nicht lieferbar" angezeigt wird. Der Preis liegt in diesem Fall bei 329 Dollar.


Die beiden Headsets sind technisch recht ähnlich. Beide sind eigentlich geschlossene Headsets, durch die der Anwender nicht einfach hindurch sehen kann - anders als bei der noch immer sehr teuren Microsoft HoloLens. Stattdessen liefern externe Kameras und Sensoren ggf. Bilder von Außen auf die innenliegenden Displays. Es gibt zwei 2,89 Zoll große eingebaute LCDs mit jeweils 1440x1440 Pixeln Auflösung, so dass sich eine Gesamtauflösung von 2880x1440 Pixeln ergibt.


Die Headsets weisen ein mit 95 Grad Breite recht beschränktes Sichtfeld auf und arbeiten mit einer Bildwiederholrate von 90 Hertz. Was die Virtual-Reality-Headsets von Acer und HP attraktiv macht, ist der Verzicht auf externe Sensoren, die im Raum positioniert werden müssten. Stattdessen erfolgt das Tracking vollständig über interne Sensoren. Der Anschluss der Geräte per Kabel an einen leistungsfähigen PC ist natürlich trotzdem nötig.

Microsoft nennt auf seinen Shop-Seiten auch noch einmal die Hardware-Anforderungen, laut denen der jeweilige Rechner mindestens einen Intel Core i7-Prozessor der Deskop-Klasse mit mindestens sechs Rechenkernen oder einen AMD Ryzen 7 1700 Octacore sowie 16 Gigabyte Arbeitsspeicher vorweisen muss. Hinzu kommt, dass Microsoft empfiehlt zudem die Verwendung einer Nvidia GTX980 oder 1060, einer AMD Radeon RX 480 oder besser mit mindestens acht Gigabyte Grafikspeicher.

Bei diesen Angaben ist zu bedenken, dass es sich um die Hardware-Empfehlungen des Softwarekonzerns für die Verwendung der Entwickler-Versionen der Headsets von Acer und HP handelt. Die "normalen" Consumer-Varianten der beiden Produkte sollen im weiteren Jahresverlauf erscheinen und dann mit weniger hohen Anforderungen daherkommen.
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