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Da kommt das Plus bei Nokia her: Apple zahlte 1,7 Mrd. Dollar für Lizenz

Von Nadine Juliana Dressler am 30.07.2017 11:10 Uhr
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Im Mai hatten sich Nokia und Apple überraschend noch außergerichtlich in einem Patentstreit geeinigt. Details zu dem Deal waren damals nicht zu erfahren. Die gibt es jetzt Dank des neuen Geschäftsberichts von Nokia - Apple hat demnach 1,7 Milliarden US-Dollar nachgezahlt.

Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Apple und Nokia, in dessen Verlauf Apple einige Produkte von Nokias Tochterfirma Withings aus dem Apple Store-Verkauf nahm, war im Mai plötzlich beendet wurden. Beide Unternehmen hätten sich nach zähen Verhandlungen schlussendlich auf ein neues Lizenzabkommen geeinigt, hieß es damals nur. Beide Parteien hatten Stillschweigen vereinbart. Nun gibt es Details zu diesen Vereinbarungen: Laut Nokias kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht hat Apple die stolze Summe von 1,7 Milliarden US-Dollar an die Finnen überwiesen, um einen weiteren Gerichtsprozess zu umgehen.

"Zweitens haben wir eine beträchtliche Vorauszahlung in Höhe von 1,7 Mrd. € von Apple erhalten...", zitiert ein Bericht der Newsseite NokiaMob die entsprechenden Passagen über die Lizenzvereinbarung.

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Nach Klageeinrichtung einigte man sich

Hintergrund ist, dass Apple einen bereits im Jahr 2011 mit Nokia abgeschlossenen Lizenzvertrag für Patente, die man im iPhone nutzt, nicht weiter verlängert wollte. Es ging dabei um 32 verschiedene Patente, darunter Technologien aus dem Bereich Nutzer-Oberfläche, Display, Antennen, Chipsätze und allgemein Software. Laut einer Stellungnahem von Nokia von Ende 2016 hatte Apple einer neuen Vereinbarung nicht zugestimmt und wollte auch nicht weiter in Verhandlung treten. Nokia hatte anschließend in Deutschland und den USA Klage gegen Apple eingereicht. Ein halbes Jahr später einigten sich die Unternehmen dann doch.

Neben der Zahlung von 1,7 Milliarden US-Dollar sollen noch weitere regelmäßige Lizenzgelder fließen.

Nokia werde erst mit der Bekanntgabe der Ergebnisse des Geschäftsberichts für das dritte Quartal 2017 Einzelheiten zu den Plänen veröffentlichen, wie die nun gestiegenen Bargeldreserven eingesetzt werden sollen.

Siehe auch: Patenttroll verklagt Apple und iPhone-Verkäufer für Nokia-Patente
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