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Windows 10: Fotos-App bekommt KI-basierte Suche à la Google Photos

Von Roland Quandt am 28.07.2017 15:58 Uhr
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Microsoft hat jüngst mit der Auslieferung einer neuen Version der in Windows 10 enthaltenen Fotos-App begonnen. Diese bringt eine neue Funktion mit, anhand der die über die App verfügbaren Fotos aus dem OneDrive-Speicher des Nutzers mit Hilfe von KI-Technologie durchforstet werden können.

Wie Windows Central berichtet, liefert Microsoft seit kurzem eine aktualisierte Fotos-App für Windows 10 aus. Wer diese nutzt, kann seine bei OneDrive hinterlegte Fotosammlung nun von Microsofts Künstlicher Intelligenz analysieren lassen, um so bei Bedarf schneller zum gesuchten Foto zu gelangen. Ähnliches bietet Konkurrent Google bei seinem Photos-Dienst schon länger.


Die KI-Suche für OneDrive-Bilder ist in der Lage, die Fotos auf Wunsch automatisch zu sortieren und zu katalogisieren. Sie teilt die Bilder dabei nach Kategorie, Farben, Monaten und auf Wunsch auch nach Personen ein, wobei dabei natürlich eine Gesichtserkennung verwendet wird. Auch Objekte und Tiere werden von der KI-Technik erkannt.

Windows 10 Fotos-App mit KI-Suche

Wer das Ganze nutzen will, muss die App in der Version 2017.35063.13610.0 installiert haben, die seit kurzem an Nutzer der Windows 10 Release Preview aus dem Release Preview Ring verteilt wird. Man muss also Insider-Tester sein und die Release Preview-Build nutzen - Tester aus dem Fast Ring oder jene, die die neue Funktion "Skip Ahead" bei der Wahl ihrer Vorabversionen aktiviert haben, erhalten die neue Ausgabe der Fotos-App offenbar noch nicht.

Ist die aktualisierte App einmal installiert, kann man einfach auf das oben rechts neu integrierte Suchfeld klicken, woraufhin die Indizierung der OneDrive-Inhalte beginnt. Ist diese abgeschlossen - pro Bild dauert es ungefähr eine Sekunde - kann die KI-Suche auch genutzt werden. Je nach Größe der jeweiligen Bildersammlung kann es allerdings auch schonmal mehrere Stunden dauern, bis die Analyse der Fotos abgeschlossen ist.

Die Suche bietet dann später einen Überblick der in den Bildern gefundenen Personenen, um so anhand ihrer Gesichter zu suchen. Außerdem werden "Dinge" gelistet, die die Software in den Bildern erkannt hat. Das Ganze funktioniert angeblich bereits erstaunlich gut, vorausgesetzt, man verwendet die englischsprachige Ausgabe. Die Ablage der KI-Daten erfolgt dabei wohl in der Cloud. Wer Datenschutzbedenken hat, sollte die Neuerungen also eher nicht nutzen oder zumindest die Gesichtserkennung abschalten, was Microsoft natürlich in den Einstellungen ermöglicht.
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