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Apple soll in Australien iMessage bald "freiwillig" entschlüsseln

Von Nadine Juliana Dressler am 18.07.2017 19:49 Uhr
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Auch Australien startet jetzt seine Gespräche mit den diversen Un­ter­neh­men, die verschlüsselte Messenger-Dienste anbieten, um eine Hintertür für Behörden einzufordern. Wie die Nachrichtenagentur AAP berichtet, steht jetzt ein Treffen zwischen Apple und dem Justizminister an.

Der australische Senator und Justizminister Georg Brandis sei nun im Auftrag seiner Re­gie­rung dabei, die Unternehmen von der Wichtigkeit eines Schlüssels für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­die­nste zu überzeugen, melden die Medien in Australien. In einem kurzen Interview mit Sky News meinte Brandis, dass seine Regierung natürlich immer eine freiwillige Zusammenarbeit bevorzugen werde. Es gäbe aber auch schon einen Plan B in der Schublade, falls nur Zwangs­maß­nah­men in einer Kooperation münden würden.

Ermittlungsarbeit und Hürden

Schlagworte sind dabei der Kampf gegen Terror, organisiertes Verbrechen, Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät sowie Mord und Todschlag. Konzerne wie Apple behindern dabei laut den Re­gie­rungs­ver­ant­wort­lichen eine rasche Ermittlungsarbeit, wenn die Unternehmen mutmaßliche Täter durch die Übertragung sicherer Botschaften schütze.

Keine Daten zur Freigabe da

Apple bietet bei iMessage und bei FaceTime zum Beispiel auf dem iPhone eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an, was die Dienste für Behörden zu einem roten Tuch werden lässt. So besteht keine Möglichkeit sich per richterlichem Beschluss Inhalte einzelner Verdächtiger zu holen, da Apple selbst durch die gewählte Verschlüsselung keinen Zugriff auf die Nachrichten hat. Nun soll ein persönliches Gespräch zwischen Brandis und einem Apple-Verantwortlichen klären, wie beide Seiten einen Konsens finden können.

Behördenanfragen zu einer Hintertür zu den meistgenutzten Messengern werden derzeit weltweit heiß diskutiert. Auch Bundesinnenminister Thomas de Mazière erklärte erst kürzlich, er wolle den Schlüssel für WhatsApp, um Straftaten durch eine bessere Überwachung nach Möglichkeit sogar zu verhindern oder zumindest schneller aufzuklären.

Siehe auch: Verschlüsselung: Apple droht in Frankreich Strafe in Millionenhöhe
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