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Forderung: ARD und ZDF sollen mehr YouTube-Möglichkeiten bekommen

Von Witold Pryjda am 13.07.2017 12:51 Uhr
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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist immer wieder ein Reizthema, fast immer stehen dabei die "Zwangsgebühren" im Mittelpunkt. Oftmals wird kritisiert, dass ARD und ZDF nicht einen bestimmten modernen Kanal bedienen, doch immer wieder mal ist das nicht die Schuld der Sender, sondern jene des Gesetzgebers. Darauf verweist aktuell auch die Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates.

Einnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender durch den Rundfunkbeitrag

Moderner werden

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, sprach in einem Interview mit der Mainzer Allgemeinen Zeitung über aktuelle Themen, die das ZDF betreffen. Die neue Vorsitzende des Verwaltungsrates des Senders sagte, dass man trotz eines Sparprozesses versuchen müsse, moderner zu werden.

Dreyer spricht unter anderem von der Notwendigkeit zu crossmedialen Redaktionen, erwähnt aber in diesem Zusammenhang auch, dass die Politik den Telemedienauftrag zeitgemäß gestalten müsse. Das gelte vor allem für die Rahmenbedingungen für Online-Aktivitäten. Hier gebe es Hemmnisse, die man abbauen muss.

Als Beispiel nannte sie YouTube: ARD und ZDF sollten deutlich erweiterte Möglichkeiten bekommen, auf der Google-Plattform auftreten zu können. Denn nur so könne man bestimmte - sicherlich meint sie damit junge - Zielgruppen erreichen, so Dreyer.

Sieben-Tage-Frist

Dreyer: "Die Frist, dass Beiträge nach sieben Tagen aus der Mediathek entnommen werden müssen, muss überdacht werden. Wir brauchen eine Lockerung bei dem Verbot, eingekaufte Spielfilme und Serien auf Abruf anzubieten. Denn den Anstalten liegen in einigen Fällen bereits Rechte zur Online-Nutzung vor, die jedoch bislang nicht genutzt werden können." Die Politikerin meint, dass sie verstehen könne, dass eine derartige Nichtnutzung der Rechte bei Beitragszahlern auf Unverständnis stößt.

Angesprochen wurde Dreyer auch auf den jüngsten Verlust der Übertragungsrechte an der Champions League. Sie meinte, dass sie "empört" sei, dass nur noch Kommerz eine Rolle spiele: "Den Verantwortlichen in den Verbänden muss man klarmachen, dass es auch für den Sport selbst wichtig ist, dass der Sport in seiner Breite weiterhin von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann."

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