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Xeon Skylake SP Platinum: Intels teuerste CPU kostet 13.000 Dollar

Von Markus Kasanmascheff am 12.07.2017 15:58 Uhr
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Intel hat Details zu seinen High-End Prozessoren vom Typ Xeon Skylake-SP Platinum bekannt gegeben. Mit einem Preis von 13.000 Dollar für das Spitzenmodell 8180M verlangt Intel damit fast doppelt so viel, wie für seine bislang teuerste CPU, den Xeon E7-8894 v4. Der Server-Prozessor bietet mit 28-Prozessorkernen und fast 40MB L3 Cache Leistung satt.

Während Intel bei den in PCs und Tablets verbauten Prozessoren wegen AMDs Ryzen Marktanteile abgeben muss, hält der Chip-Gigant im Serverbereich immer noch ein Quasi-Monopol. Mehr als 99 Prozent aller x86-Server arbeiten mit Xeon-CPUs. Was die Leistung bei Server-CPUs betrifft, kann die Konkurrenz Intel bislang nicht das Wasser reichen. Und die Spitzenleistung lässt sich Intel auch dementsprechend teuer bezahlen.

Für seine neue Xeon-Generation nutzt Intel intern die Bezeichnung Xeon Skylake SP. Vertrieben werden die Server CPUs je nach Leistungslevel mit den Bezeichnungen Platinum, Gold, Silver und Bronze. Die neuen Xeon sind laut Intel skalierbar, können je nach Bedarf zwischen 10 und bis zu 28 Prozessorkerne einsetzen und sind im Vergleich zur vorhergehenden Xeon-Generation etwa um den Faktor 2,7 schneller. Für maximale Leistung lassen sich die Xeon auf entsprechenden Mainboards mit acht oder mehr Sockeln kombinieren und mit bis zu sechs Terabyte Systemspeicher nutzen.

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Xeon-Plattformneuerungen

Intel hat die CPUs für wichtige Anwendungsgebiete wie Künstliche Intelligenz, Virtualisierung, Data-Storage und High-Performance-Computing optimiert. Beim Deep-Learning durch neuronale Netze seien die neuen CPUs im Vergleich zu einem typischen drei Jahre alten System bis zu 1.400-mal schneller. Netzwerkanwendungen profitierten von einer über sechsmal höheren Weiterleitungsrate und mit handelsüblichen NVMe-SSDs seien bis zu 5-mal höhere Inputs/Outputs pro Sekunde möglich, so Intel.

Möglich werde dieser Leistungssprung vor allem durch neue Funktionen wie die so genannten Intel Advanced Vector Extensions 512, einer Befehlssatzerweiterung für x86-CPUs sowie die neue Intel Mesh Architektur statt der ausgereizten Ringbus-Technik, welche für eine reduzierte Systemlatenz sorgt.

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