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Einigung mit Intel: John McAfee darf seinen Namen vermarkten

Von Markus Kasanmascheff am 06.07.2017 16:01 Uhr
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John McAfee und Intel haben sich in einem Rechtsstreit zur Na­mens­nut­zung von "McAfee" gütlich geeinigt. Der Chiphersteller hatte 2010 die Markenrechte an der ursprünglich von John McAfee entwickelten An­ti­vi­ren­soft­ware übernommen und wollte McAfee zunächst die Vermarktung seines Namens für dessen neues Unternehmen verbieten lassen.

McAfee war Intel mit einer eigenen Klage zuvor gekommen, nachdem ihn der Chipgigant gewarnt hatte, seinen Namen für ein neues Unternehmen einzusetzen. 2010 hatte Intel die Antivirensoftware für den Betrag von 7,68 Milliarden Dollar von Network Associates übernommen und war bis vor kurzem alleiniger Rechteinhaber an der bekannten Marke gewesen. John McAfee selbst hatte sich bereits in den 1990er Jahren von allen Firmenanteilen getrennt.

Im Mai 2016 wurde John McAfee CEO der Investmentfirma MGT Capital Investments, die anschließend in John McAfee Global Technologies umbenannt werden sollte, um von der Popularität seines Namens zu profitieren. Dies wollte Intel zunächst nicht akzeptieren und hatte den exzentrischen Geschäftsmann deshalb verwarnt. McAfee klagte prompt gegen Intel und der Chipkonzern reagierte daraufhin mit einer Gegenklage. Beide Klagen sind durch den jetzt geschlossenen Vergleich laut Business Insider hinfällig.

Der Niedergang der Marke McAfee

Als Antivirensoftware hat McAfee schon seit Jahren keinen guten Ruf mehr. In Ver­gleichs­tests bekommt die von Intel betreute An­ti­vi­ren­suite schon seit längerem keine guten Noten mehr. Wirklich investieren in die Si­cher­heits­spar­te wollte Intel anscheinend nie. Auch von der geschundenen Marke McAfee nahm das Unternehmen nach und nach Abstand. So wurde 2014 bereits die ursprünglich McAfee genannte Sicherheitssparte in "Intel Security" umgetauft. Im April entschied sich Intel dann für einen Verkauf von 51 Prozent seiner Anteile an eine Beteiligungsgesellschaft.

Aber auch John McAfee selbst trug das seine zum Niedergang der ehemals renommierten Antivirenmarke bei. Nachdem er immer wieder auf die schlechte Qualität der Software angesprochen wurde, veröffentlichte er 2013 ein anzügliches und humorvolles Video, um zu erklären, wie man McAfee Antivirus am besten deinstallieren könne. Dabei nahm er sich selbst auch noch gleich mit auf die Schippe und inszenierte sich in dem Video als Drogen-Boss mit leichtbekleideten Frauen, Waffen und reichlich Kokain auf dem Tisch.

John McAfee erklärt, wie man McAfee Antivirus wieder entfernt

Auszeit in Mittelamerika

Bis vor wenigen Jahren war es um John McAfee ziemlich still gewesen, nachdem sich dieser in Belize niedergelassen hatte um von seinem Reichtum zu leben. Seine neue Wahlheimat verließ er aber 2012 Hals über Kopf wieder, als ihn die Behörden wegen dem angeblichen Mord an einem Nachbarn und Vorwürfen wie Vergewaltigung und die Herstellung von Drogen festnehmen wollten. McAfee streitet alle Vorwürfe ab. Der Fall gilt aber als nicht aufgeklärt und wurde mittlerweile sogar in einer prämierten TV-Doku behandelt. Seit seiner Rückkehr in die USA ist McAfee wieder geschäftlich in den Bereichen Cybersecurity und Videospiele tätig.

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