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Epysch gegen Intel: AMD präsentiert Details zu neuen Server-CPUs

Von Christian Kahle am 23.06.2017 10:54 Uhr
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Der Chipdesigner AMD ist auch bei Server-Prozessoren schon lange nur noch ein Schatten seiner selbst. Das soll sich nun aber gewaltig ändern. Mit den neuen Epyc-Chips will das Unternehmen den Sektor erneut so aufrollen, wie vor über zehn Jahren mit den Opterons, mit denen man teils auf bis zu 25 Prozent Marktanteil kam.

Im Enterprise-Segment spielt aktuell aber im Grunde nur noch Intel eine Rolle und AMD ist in den zahlreichen Datenzentren extrem selten zu finden. Mit Epyc will man dem großen Konkurrenten aber wieder in nennenswertem Umfang Wasser abgraben - und tatsächlich machen die Produkte immer stärker den Eindruck, als wenn dies durchaus ein realistisches Ziel wäre. Allerdings wird dafür mehr benötigt, als einmalig ein gutes Produkt - denn aufgrund oft längerfristiger Service-Verträge braucht man einen langen Atem, um in dem Bereich tatsächlich etwas zu erreichen.

AMD Epyc

Erst einmal hat AMD nun aber seine erste Serie an Epyc-Prozessoren genauer vorgestellt. In der kleinsten Ausführung ist der Prozessor Epyc 7251 mit 8 Kernen erhältlich, die auf 2,1 Gigahertz getaktet sind und einen TDP von 120 Watt aufweisen. In der höchsten Ausbaustufe geht es dann hoch zum Epyc 7601. Dessen 32 Kerne takten mit 2,2 Gigahertz und weisen ein TDP von 180 Watt auf.


Schnell mal tauschen...

Etwas überraschend dürfte für viele die starke Standardisierung bei anderen Spezifikationen sein. Alle Epyc-Prozessoren bringen so unter anderem 8 Speicher-Channels mit, über die DDR4 mit 2.666 Megahertz angesprochen wird. Weiterhin stehen jeweils 128 PICe-Lanes zur Verfügung. Das macht es für Hardware-Hersteller und Server-Betreiber letztlich recht einfach, mit preiswerten Prozessoren einzusteigen und dann bei Bedarf schnell hochzuskalieren, ohne größere Änderungen am Setup vornehmen zu müssen. Die Epyc-Chips bringen weiterhin Support für Infinity Fabric mit, über das sich die Dies mehrerer Chips hochperformant miteinander verbinden lassen.

Während die Hardware-Spezifikationen teils schon bekannt waren, gibt es nun aber auch Preise. Die Chips bewegen sich je nach Ausstattung im Bereich zwischen 400 und 4.000 Dollar. Auf der einen Seite wird Intel hier also definitiv auch über den Preis angegriffen. Andererseits betreibt AMD auch keine Dumping-Politik und ist durchaus in der Lage wieder Server-Chips mit anständigen Gewinnmargen anzubieten - das war in den letzten Jahren quasi gar nicht mehr der Fall und kann - wenn erst einmal ein paar Kunden gewonnen sind - eine solide Basis für das weitere Geschäft darstellen.

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