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Intel stellt seine Raspberry Pi-Konkurrenten stillschweigend ein

Von Christian Kahle am 20.06.2017 10:40 Uhr
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Der Chiphersteller Intel wird mehrere Entwickler-Boards nicht weiter anbieten. Diese sollten ursprünglich als Konkurrenten zum Raspberry Pi und seinen Ablegern in Stellung gebracht werden, um Bastler auf Intels Plattform zu halten und sie nicht komplett an ARM zu verlieren.

Das bekannteste Intel-Produkt in der Riege der kleinen Entwickler-Systeme ist Galileo. Dieses Board wurde im Oktober 2013 in seiner ersten Fassung vorgestellt. Auf dem Gerät läuft ein Quark-Prozessor, der zur Pentium-Serie gehört. Programmiert werden konnte Galileo unter anderem über die Arduino-IDE, womit Intel direkt an eine bestehende große Community andockte.

Intel hatte mit Joule und Edison aber auch noch zwei weitere vergleichbare Systeme im Angebot. Auch diese wird es bald nicht mehr geben. Wer in seinen bestehenden Projekten noch Bedarf hat, sollte sich daher mit der Bestellung einiger weiterer Geräte unbedingt beeilen. Denn sowohl Joule als auch Edison können nur noch bis zum 16. September geordert werden. Alle Bestellungen, die bis dahin eingehen, will Intel noch bearbeiten.


Zu beachten ist dabei aber, dass Intel selbst nach diesem Termin auch kein freiwilliges Rückgaberecht mehr gewährt. Auch bereits eingegangene Bestellungen, die nach Mitte September noch bearbeitet werden sollten, können nicht mehr storniert werden.

Beim Gaileo-Board gilt als Termin dann der 16. Dezember. Bis dahin lassen sich auch noch Erweiterungen für die anderen beiden Boards bestellen. Anschließend ist dann komplett Schluss, so dass Intel die drei Produktlinien noch vor dem Jahresende komplett streichen und sämtlichen mit ihnen betrauten Mitarbeitern andere Aufgaben zuweisen kann.

Was Intel genau zu der Entscheidung bewogen hat, wurde offiziell nicht bekannt gegeben. Es ist aber anzunehmen, dass die selbst gesteckten Ziele einfach nicht erreicht wurden. Immerhin ist der Raspberry Pi und seine Ableger immer wieder Thema bei Bastel-Projekten, während man so gut wie nie etwas vom Einsatz der Intel-Boards hört.
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