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Sexismus & Diskriminierung: Uber entlässt nach Skandal 20 Mitarbeiter

Von Witold Pryjda am 07.06.2017 08:53 Uhr
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Der Mitfahrdienst Uber hatte in den vergangenen Monaten mit zahl­rei­chen internen und externen Skandalen zu kämpfen, zu den Vorwürfen zählten u. a. Technologieklau sowie das Ausschnüffeln von Nutzern und Kon­kur­ren­ten. Intern hatte Uber hingegen mit Sexismus, Diskriminierung und einer vergifteten Arbeitsumgebung zu tun. Nun hat das Startup erste Schritte dagegen unternommen.

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Toxische Arbeitsumgebung

Sexismus, Vertuschung und Verrat: Das waren die Stichworte, die Anfang des Jahres im Zusammenhang mit den Vorwürfen einer ehemaligen Mitarbeiterin gefallen sind. Und während es mitunter vorkommen kann, dass ehemalige Angestellte aus Frust über ihren Ex-Arbeitgeber schimpfen, gab es im Fall von Uber keine Zweifel - entsprechend gab es auch keinerlei Versuche, die Angelegenheit unter den Teppich zu kehren.

Uber hat wenig später den ehemaligen US-Generalstaatsanwalt Eric Holder angeheuert, um die Vorwürfe zu untersuchen. Dessen Bericht wurde mittlerweile auch an den Aufsichtsrat des Unternehmens übergeben, nächste Woche sollen Teile davon öffentlich gemacht werden.

Erste Konsequenzen hat Uber aber bereits gezogen, laut einem Bericht der New York Times hat das Startup bei einem internen Meeting die Entlassung von insgesamt 20 Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Betroffenen wurden nicht auf einen Schlag gefeuert, das Ganze ist im Verlauf der vergangenen Monate passiert.

"Erster Schritt von vielen"

Die Entlassungen bzw. den Bericht von Holder hat der für Diversität zuständige Uber-Manager Bernard Coleman bei einem Gespräch mit TechCrunch als "ersten Schritt von vielen" bezeichnet. Er betonte, dass Uber ein "besserer Platz zum Arbeiten" werden soll.

Dieser Weg könnte aber ein langer werden: Denn wie die Arbeitsexpertin Deborah Weinstein gegenüber der NYT mitteilte, sitze das "toxische" Arbeitsklima bei Uber sehr tief und hängt auch mit dem aggressiven Verhalten von CEO Travis Kalanick zusammen.

Siehe auch: Sexuelle Belästigung - Uber wird zwei Top-Manager feuern (müssen)
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