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EU will bis zu 8000 Gemeinden mit kostenlosem WLAN ausstatten

Von Witold Pryjda am 30.05.2017 11:14 Uhr
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Die Europäische Union möchte, dass öffentliches WLAN kein Luxus bleibt, der Großstädten vorbehalten ist, sondern auch vielerorts zur Selbstverständlichkeit wird, wo man ein freies Netzwerk nicht zwangsläufig erwartet. Deshalb will die EU bis 2020 rund 120 Millionen Euro investieren, um 6000 bis 8000 Gemeinden mit kostenlosen Hotspots auszustatten.

Die WiFi4EU genannte Initiative wurde von allen drei relevanten EU-Stellen gemeinsam beschlossen, das EU-Parlament, der Europäische Rat und die Kommission haben das Vorhaben in Pressemitteilungen vorgestellt. Laut Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verfolgt man damit die Vision, dass früher oder später "jedes Dorf und jede Stadt an den wichtigsten Zentren des öffentlichen Lebens freien kabellosen Internet-Zugang" bieten kann.

Für jene, die noch offline sind

Derartige Mittelpunkte sind u. a. Plätze, Parks und Krankenhäuser, die EU will im Wesentlichen, dass man überall, wo sich viele Menschen aufhalten, auf WLAN zugreifen kann. Genannt wird die Zahl von 6000 bis 8000 Gemeinden in den EU-Mitgliedstaaten, im Mittelpunkt der Initiative stehen jene Kommunen, die noch offline sind. Jene Städte, die schon öffentliches WLAN bieten (oder dieses ohne EU-Hilfe umsetzen können), werden von WiFi4EU nicht profitieren.

Die Einrichtung von solchen öffentlichen WLAN-Netzwerken muss von den Kommunen oder öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Bibliotheken beantragt werden, die EU verspricht hier einen simplen und unbürokratischen Prozess. Über Gutscheine bzw. Voucher werden die Stadtverantwortlichen moderne Ausrüstung kaufen und einrichten können (die EU übernimmt 100 Prozent dieser Kosten), die laufenden Kosten muss dann in weiterer Folge aber der lokale Anbieter übernehmen.

Weitere Details wollen die EU-Verantwortlichen bis Ende dieses Jahres klären, WiFi4EU soll laut derzeitigem Stand bis 2020 umgesetzt werden. Die Initiative erfordert die Zustimmung der Mitgliedstaaten, hier sollte es aber wohl keine Bedenken der jeweiligen Länder geben.
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