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Deutsche Telekom will die USA noch viel stärker erobern als bisher

Von Christian Kahle am 15.05.2017 14:47 Uhr
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Die Deutsche Telekom ist auf dem US-Markt in der letzten Zeit nicht nur extrem erfolgreich, sondern könnte in der kommenden Zeit noch nach deutlich Höherem streben. Gemeinsam mit den Japanern von Softbank wäre es auch denkbar, den klassischen US-Konzernen die Marktführung abzunehmen.

Das kann konkret nur eines bedeuten: Ein neuer Anlauf für einen Zusammenschluss von T-Mobile USA mit Sprint. Aber eben unter einem anderen Vorzeichen als beim letzten Mal. Damals ging es noch um einen Verkauf von T-Mobile an den konkurrierenden Netzbetreiber, der mehrheitlich Softbank gehört. Heute wäre T-Mobile im Grunde der größere Partner in einem solchen Deal.

Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss soll es in der letzten Zeit wieder einmal gegeben haben, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Allerdings seien diese noch auf einem Status informeller Kontakte - es sind also noch keine Anwälte oder Banken konkret einbezogen, sondern es geht erst einmal nur um grundlegende Bereitschaft und Vorstellungen.

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Sperrfrist vorbei

Viel weiter können sie aktuell auch noch nicht sein. Denn sämtliche offiziellen Verhandlungen über Akquisitionen in der US-Mobilfunkbranche waren während des Zeitraums eines Jahres um die Neuvergabe von Funkspektren untersagt. Die Sperrzeit endete am 27. April. Sowohl Softbank-Aufsichtsratschef Masayoshi Son als auch das Telekom-Oberhaupt Tim Hoettges erklärten gegenüber Anlegern aber auch schon, dass sie einem erneuten Anlauf zu einem Zusammenschluss offen gegenüberstünden.

Die Zeit dafür wäre nun auch besser als noch vor einigen Jahren, als die zuständigen Behörden die Übernahme untersagten. Mit der Regierungsänderung in Washington wurde aber auch die Spitze der US-Telekommunikationsbehörde FCC mit Ajit Pai neu besetzt, der als ausgesprochen industrienah gilt. Von dieser Seite wären daher wohl weniger Widerstände zu erwarten.
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