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Windows 10 auf ARM wird win32/x86-Prozesse ohne Probleme ausführen

Von Witold Pryjda am 12.05.2017 10:15 Uhr
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Der gestrige Tag auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz Build stand ganz im Zeichen des Betriebssystems Windows 10, auf der Keynote hat das Redmonder Unternehmen u. a. die neue Designsprache Fluent vorgestellt. Doch so manche interessante Bekanntgabe konnte man weder auf der Keynote noch in einer Pressemitteilung finden, so auch zum Thema Windows 10 auf ARM.

Das aktuelle Betriebssystem wird im nächsten Herbst ein zweites Creators Update bekommen, dieses bringt auch zahlreiche Neuerungen mit sich. Das Fall Creators Update stand auch im Mittelpunkt der gestrigen Tag-2-Keynote, so manches andere Thema müssen die Redmonder hingegen auf eine Entwickler-Session "verlegen", auch der Videokanal Channel 9 wird gerne genutzt, um interessante Informationen bekannt zu geben.

"Native" Geschwindigkeit

Letzteres war auch im Fall der geplanten ARM-Version von Windows 10 der Fall: In einem 13 Minuten langen Channel 9-Video (via SlashGear) haben die Redmonder endgültig bestätigt, dass Windows 10 für ARM volle bzw. in der Praxis uneingeschränkte Unterstützung für win32- bzw. x86-Programme mitbringen wird. Diese gerne auch als "Legacy" bezeichnete Software werde demnach mit "nahezu" nativer Geschwindigkeit laufen und das, ohne dass jedwede Änderung an der jeweiligen Anwendung vorgenommen werden muss.



An dieser Stelle muss man den Vergleich zum missglückten und erfolglosen Windows RT ziehen. Denn diese Version von Windows 8 war ebenfalls für ARM-Chipsätze gedacht, litt aber gerade am Problem, dass man herkömmliche Desktop-Anwendungen nicht ausführen konnte. Diesen Fehler will Microsoft natürlich nicht wiederholen, damals führte man als Argument ins Feld, dass die ARM-Architektur nicht leistungsstark genug sei.

Die von Microsoft erwähnte fast "native" Geschwindigkeit bedeutet aber nicht, dass die Anwendungen tatsächlich nativ sind. Denn die ARM-Version von Windows 10 arbeitet mit Emulierung. Diese soll aber so gut funktionieren, dass nicht spürbar sein soll, dass dieser Schritt durchgeführt wird. Für den Nutzer bedeutet das letztlich, dass er im täglichen Umgang, also Installation und Nutzung, im Vergleich zum herkömmlichen Windows 10 keinen oder kaum einen Unterschied spüren wird.

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