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ECS bringt kleinsten Desktop-PC mit Intel "Apollo Lake" - 7x7 cm!

Von Roland Quandt am 08.05.2017 17:01 Uhr
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Der taiwanische Hersteller ECS bringt mit dem PB01CF einen extrem kleinen Mini-PC auf den Markt, der mit einem Intel Celeron-Prozessor aus der "Apollo Lake"-Familie ausgerüstet ist. Mit einer Seitenlänge von nur sieben Zentimetern unterbietet das Gerät auch die aktuellen Intel-NUCs und andere Kleinst-Rechner deutlich.

Der ECS PB01CF ist als absolutes Einsteiger-System konzipiert und bringt es bei Maßen von 7x7x3,1 Zentimetern auf ein Volumen von nur 0,15 Litern. Das Gerät nutzt einen Intel Celeron N3350 Dualcore-SoC, die mit einem Basistakt von 1,1 Gigahertz arbeiten und bei Bedarf auf bis zu 2,4 GHz beschleunigen können. Der Chip unterstützt unter anderem die Wiedergabe von 4K-Video in bestimmten Formaten.

ECS PB01CF

Hinzu kommen schmale zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 GB eMMC-Speicher, die in beiden Fällen wohl direkt auf das Mini-Mainboard aufgelötet sind. Die extrem kompakte Bauweise hat einen großen Haken: so ist der Prozessor mit einer maximalen Verlustleistung von nur sechs Watt zwar für PC-Verhältnisse sehr sparsam, doch kann er unter Dauerbelastung in dem kleinen Gehäuse trotzdem sehr warm werden, so dass ECS zur Sicherheit lieber auch noch einen kleinen Lüfter verbaut.

ECS PB01CF


ECS PB01CF

Anders als ähnlich ausgestattete Mini-PCs ist der ECS PB01CF somit nicht passiv gekühlt und kann nicht vollkommen lautlos laufen. Der Hauptzweck des kleinen Computers ist somit auch nicht der Desktop-Betrieb, sondern der Einsatz im Bereich der Digital Signage, also bei Informationssystemen, Werbetafeln und ähnlichem. Mit dem hier vorinstallierten Windows 10 Home kann er aber dennoch auch auf dem Schreibtisch oder unter dem Fernseher zum Einsatz kommen.

Dabei ist zu bedenken, dass das Gerät nicht über einen separaten Audioausgang verfügt, sondern den Ton ausschließlich über den HDMI-Ausgang auf der Rückseite ausgeben kann. Hinzu kommen jeweils ein USB-3.0- und ein USB-2.0-Port auf der Front, während hinten auch noch ein MicroSD-Kartenslot und ein Gigabit-Ethernet-Port Platz gefunden haben. Im Innern steckt auch noch ein Gigabit-fähiges WLAN-Modul.

Dank CEC-Support kann der ECS PB01CF bei Bedarf auch über die Fernbedienung des Fernsehers gesteuert werden, wenn das TV-Gerät seinerseits CEC-fähig ist. Was der PB01CF kostet und ab wann das Gerät verfügbar sein wird, ist aktuell unklar. Wir werden bei unserem Besuch der IT-Messe Computex in ECS' Heimat Taiwan Ende Mai bzw. Anfang Juni auf jeden Fall nach dem neuen Kleinst-PC Ausschau halten.
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