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BUILD 2017: Sprachassistent Cortana soll (endlich) klüger werden

Von Roland Quandt am 04.05.2017 17:58 Uhr
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Am Dienstag beginnt mit der BUILD 2017 Microsofts jährliche Entwicklerkonferenz. Jetzt hat das Unternehmen erste Informationen zu den geplanten Vorträgen veröffentlich, so dass unter anderem bekannt wurde, dass man dort wohl unter anderem die breitere Einführung des sogenannten Cortana Skills Kit plant, mit dem Partner und Entwickler eigene Cortana-basierte Dienste schaffen können.

Wie Microsoft-Spezialistin Mary Jo Foley berichtet, finden auf der BUILD gleich mehrere Sessions statt, bei denen es um das Cortana Skills Kit gehen soll. Offenbar will man nun also endlich ausführlich darüber informieren, wie der in Windows integrierte Sprachassistent Cortana leichter von Dritten genutzt werden kann, um eigene Dienste und Nutzungsmöglichkeiten dafür anzubieten.

Der Cortana Skills Kit sollte eigentlich bereits Ende Februar als öffentliche Preview zur Verfügung stehen, doch dies trat nie tatsächlich ein. Das Kit und ein dazugehöriges Devices-SDK für die Arbeit an entsprechender Hardware wurden bereits im Dezember angekündigt. Mit ihnen sollen nicht nur eigenständige Cortana-Geräte möglich werden, sondern auch die Entwicklung neuer Fähigkeiten und Apps für Cortana unter Windows, Android, iOS und auf der Xbox.

Riesenvorsprung für Amazons Alexa

Mit dem Skills Kit können Entwickler unter anderem Dienste und Bots adaptieren, die mit dem Microsoft Bot Framework geschaffen wurden. Gleichzeitig wird damit auch die Übernahme von Code möglich, der von den Entwicklern bisher für Dienste und Funktionen für Amazons Konkurrenzprodukt Alexa genutzt wurde. Theoretisch kann Cortana damit also genauso "klug" gemacht werden wie Alexa.

Bei einer der Sessions zum Cortana Skills Kit geht es um die Nutzung der Möglichkeiten zur Verwendung von natürlicher Sprache als Eingabemethode zur Interaktion mit dem Sprachassistenten. Eine weitere Session soll zeigen, wie Anwendungen umgesetzt werden können, die ausschließlich per Sprache oder zumindest primär per Sprache zu steuern sind.

Cortana hinkt in Sachen Fähigkeiten trotz seiner vergleichsweise frühen Einführung gegenüber dem Hauptkonkurrenten Alexa noch kräftig hinterher. Mittlerweile sind mehr als 10.000 sogenannte Skills für Amazons Assistenten verfügbar, während Cortana vor allem von Microsoft selbst geschaffene Features bietet.

Mit dem Harman-Kardon Invoke steht die Einführung eines ersten eigenständigen Cortana-Lautsprechers zwar bevor, ist aber eben noch immer nicht erfolgt. Vermutlich wird Microsoft das Produkt auf der BUILD 2017 erstmals offiziell vorstellen, auch wenn dies keineswegs als sicher gilt. Microsofts Entwicklerkonferenz läuft vom 10. bis 12. Mai 2017, wobei die wichtigsten Neuerungen sicherlich auf den Keynotes an den ersten beiden Tagen vorgestellt werden.
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