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Kritik am Ryzen-Hersteller: "AMD hat vergessen, wie man CPUs launcht"

Von Witold Pryjda am 13.03.2017 14:14 Uhr
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Die neuen Ryzen-Chips von AMD sind seit kurzem verfügbar und werden von der Fachwelt auch gelobt, entsprechend gut verkaufen sie sich auch. Wer einen PC mit einem solchen High-End-Chipsatz bestücken will, der braucht aber natürlich auch ein passendes Motherboard. Diese sind aber derzeit wesentlich schwieriger zu bekommen als die Chipsätze selbst.

Der Verkauf von Ryzen-CPUs läuft hierzulande erst so richtig an, in den USA mischen die neuen AMD-CPUs aber schon das Geschäft ganz ordentlich auf, wie ExtremeTech berichtet. Derzeit hat Ryzen aber gewissermaßen einen Haken: Denn passende Motherboards sind noch recht schwer zu bekommen, deren Hersteller bzw. Händler haben derzeit ziemliche Probleme, die Lager zu füllen.

Partner-Kritik

So viel Lob es für Ryzen auch gibt: Kritik muss sich AMD von seinen Partnern anhören. Denn laut einem Board-Hersteller, der gegenüber LegitReviews anonym bleiben wollte, war AMD im Vorfeld höchst unkooperativ. Es habe "schlechte Koordination, schlechte Kommunikation, schlechten Support und schlechtes Timing" gegeben, so die Quelle. Aufgrund dieser höchst unglücklichen Kombination habe kein AMD-Partner bzw. -Peripheriehersteller früher mit der Produktion der Boards beginnen können.

Ryzen 7 1800X im Test - Das leistet AMDs neue High-End-CPU
Das recht lange Statement beschreibt unter anderem, dass diese mangelhafte Abstimmung zu Überschneidungen mit der Herstellung der Intel 200-Serie geführt habe, dazu kommen auch noch saisonale Effekte wie den Urlauben rund um das chinesische Neue Jahr.

Außerdem sollen die AMD-Techniker einen "schrecklichen Job" in Bezug auf die BIOS-Belange abgeliefert haben, was Folgen für Microcode- und Treiber-Updates sowie CPU-Test-Samples gehabt hatte.

Unter dem Strich meint der Motherboard-Hersteller, dass es "zu lange her ist, dass AMD eine neue CPU eingeführt hat. Deshalb haben sie vergessen, wie man das macht und den Launch der CPU wie den Marktstart einer Grafikkarte gehandhabt." AMD habe das Plattform-Ökosystem vergessen, weshalb dieses nun leiden muss und die Lager der Zulieferer leer sind bzw. es zu Verzögerungen kommt.
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