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Mobileye: Intel kauft sich für Milliarden eine Bildanalyse-Firma

Von Christian Kahle am 13.03.2017 13:02 Uhr
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Der Halbleiterkonzern Intel steckt jetzt einen zweistelligen Milliarden-Betrag in eine Übernahme, um sich einen festeren Stand im Markt für autonome Fahrzeuge zu sichern. Zugekauft wird das israelische Unternehmen Mobileye, mit dem der Konzern schon seit einiger Zeit zusammenarbeitete.

Offiziell wurde noch nicht viel über die Transaktion verlautbart, doch pfeifen es laut der israelischen Branchenpresse die Spatzen von den Dächern. Je nach Quelle soll Intel zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar für die Akquisition von Mobileye auf den Tisch legen. Im Wesentlichen soll auch schon geklärt sein, wie nach dem offiziellen Abschluss der Transaktion weiter verfahren wird.

Demnach wird es im Grunde keine Verlagerung von Entwicklungs- oder Fertigungs-Prozessen, die bei Mobileye laufen, zu Intel geben. Vielmehr soll das Unternehmen weiterhin in Israel tätig sein, aber mit einem neuen Forschungs-Standort von Intel zusammenarbeiten, der sich ebenfalls auf den Automotive-Sektor konzentrieren soll.

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Verträge quasi unterschriftsreif

Diskussionen soll es zur Zeit eigentlich nur noch darum geben, welche Manager zukünftig an welcher genauen Stelle eingesetzt werden. Der Technikchef von Mobileye ist so beispielsweise als neuer Leiter der gesamten Automotive-Sparte von Intel im Gespräch. Mit einer Unterzeichnung der Verträge soll aber noch im Laufe dieses Tages zu rechnen sein. Dann wäre die bisher größte Übernahmen eines israelischen Tech-Unternehmens in trockenen Tüchern.

Mobileye arbeitet hauptsächlich an Chips, in denen Verfahren zur schnellen Bildanalyse in Hardware gegossen sind. Die Komponenten sind wichtig, damit sich ein autonomes Fahrzeug jederzeit einen vollständigen Eindruck von der Entwicklung im Verkehrsgeschehen machen kann. Und Intel sieht in der Entwicklung von Technik für Fahrzeuge einen entscheidenden Teil seiner zukünftigen Geschäftsentwicklung, bei der vom klassischen Kernbereich der PC-Prozessoren nicht mehr viel zu erwarten ist.
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