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Keine Panik: Laut Google sind viele CIA-Android-Lücken ein alter Hut

Von Witold Pryjda am 09.03.2017 10:11 Uhr
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Anfang dieser Woche tauchten die "Vault 7" getauften neuesten Enthüllungen der Whistleblower-Plattform WikiLeaks auf und die Aufarbeitung der Informationen wird wohl noch Tage und Wochen dauern. Doch man kann schon jetzt vorsichtig feststellen, dass vieles nicht ganz so heiß gegessen wie es gekocht wird. Denn viele Lücken, die die CIA angeblich ausnützen soll, sind längst gestopft.

Der größte Leak seit den Enthüllungen von Edward Snowden: Das war die erste Reaktion vieler Medien auf das Vault 7-Material. Doch inzwischen wird immer klarer, dass viele Lücken keine mehr sind und so manches beschriebene Angriffsszenario (so wie der "Hack" der Smart-TVs von Samsung) in der Praxis keinerlei Rolle spielt.

iOS-"Lücken"

Kurz nach Veröffentlichung des Vault 7-Materials hat sich mit Apple eines der betroffenen Unternehmen zu den beschriebenen angeblich ausgenutzten Schwachstellen geäußert und mitgeteilt, dass die meisten Angriffsszenarien längst gepatchte Exploits betreffen. Das bestätigen auch unabhängige Experten wie Will Strafach, der Chef des Sicherheitsunternehmens Verify.ly teilte auf Twitter mit, dass er nichts in dem Material gefunden habe, das ein iOS-Gerät mit der aktuellsten Firmware gefährden könnte.

Auch Google beruhigt

Nun hat sich auch Google zu den angeblichen Vault 7-Schwachstellen in Android geäußert und aus Mountain View kann man ganz Ähnliches vernehmen wie aus Cupertino. Das kann man mit "alter Hut" zusammenfassen. Gegenüber Recode sagte Heather Adkins, Director of Information Security and Privacy bei Google, dass nach derzeitigem Stand die meisten Lücken bereits gestopft sind.

"Wir sind nach dem Studium der Dokumente zuversichtlich, dass die Sicherheitsupdates und Schutzmaßnahmen sowohl in Chrome als auch Android bereits jetzt die Nutzer vor vielen der mutmaßlichen Schwachstellen schützen." Derzeit laufe die Analyse noch und man werde, falls erforderlich, weitere Schritte in die Wege leiten, so die Google-Expertin. Aber auch hier ist die Botschaft eindeutig: keine Panik.
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