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Unitymedia: Umrüstung für Gigabit-Internet beginnt noch in 2017

Von Tobias Rduch am 08.03.2017 21:02 Uhr
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Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia arbeitet derzeit an dem Kabelnetz-Standard Docsis 3.1, welcher eine Datenübertragung von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde im Downstream ermöglichen soll. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Netzwerke hierfür umgerüstet werden.

Derzeit bietet das Unternehmen Tarife mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 400 Megabit pro Sekunde an. Allein im vergangenen Geschäftsjahr wurden etwa 200.000 neue Haushalte an das Netz von Unitymedia angeschlossen. Die Datenübertragung wird aktuell über den Kabelnetz-Standard Docsis 3.0 realisiert. Doch einige Kunden setzen schon jetzt höhere Anforderungen an die Internet-Geschwindigkeit: Sowohl Business-Nutzer als auch Privatkunden verlangen zunehmend nach einem Internetanschluss, welcher eine Übertragungsgeschwindigkeit von mehr als einem Gigabit im Downstream ermöglicht.

Snapdragon 835: So sieht Gigabit-Datenfunk in der Praxis aus
Colin Buechner, Managing Director bei Liberty Global, dem Mutterkonzern von Unitymedia, sagte nun auf dem Cable Congress in Brüssel, dass bereits zum Ende des Jahres die ersten Netzwerke auf Docsis 3.1 migriert sein werden und im Jahr 2018 ein Großteil folgen soll. Ein Upgrade auf den neuen Standard soll für etwa 50 bis 60 Euro pro Kunde durchgeführt werden. Hierzu muss das Koaxialkabel in das Haus keineswegs ausgetauscht werden.

Der Datenverbrauch der Nutzer steigt

Wie Buechner weiter feststellt, steige der Datenverbrauch der Kunden automatisch, sobald eine höhere Datenübertragungsrate zur Verfügung gestellt wird. Dies sei ein Verhalten, welches Liberty Global in der Vergangenheit vermehrt beobachten konnte. Wie wir erst neulich berichteten, verbrauchen Kunden des Kabelnetzbetreibers durchschnittlich ein Datenvolumen von rund 90 Gigabyte - wesentlich mehr, als bei den meisten DSL-Anbietern.

Auch das Hochladen von großen Datenmengen hat in den vergangenen Jahren wesentlich an Bedeutung gewonnen. Üblicherweise ist das Kabelnetz dafür bekannt, weniger Kanäle für den Upstream zur Verfügung zu stellen, sodass hier lediglich geringe Geschwindigkeiten erreicht werden können. In Zukunft soll dies jedoch anders aussehen: Mit Hilfe der Technologie XG-Cable kann eine in beide Richtungen symmetrische Datenübertragung gewährleistet werden und bis zu 10 Gigabit pro Sekunde sowohl im Down- als auch im Upstream erzielt werden. Dies soll allerdings erst in zwei bis vier Jahren ermöglicht werden.
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