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GPD Pocket: 7 Zoll Kleinst-Notebook mit Windows oder Linux

Von Roland Quandt am 15.02.2017 13:51 Uhr
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Die chinesische Firma GPD konnte mit ihrem GPD Win, einer Art Mini-Laptop mit Windows 10, der dank entsprechender D-Pads und Analog-Sticks als Spielkonsole dienen kann, bereits einen Achtungserfolg feiern. Jetzt will man mit dem GPD Pocket 7.0 einen neuen, auf Produktivität ausgelegten Mikro-Laptop anbieten, der kleiner ist als die meisten Notebooks und Erinnerungen an das Zeitalter der Ultra Mobile PCs (UMPC) wach werden lässt.

Der GPD Pocket 7.0 verbindet im Grunde die Technik eines Tablets mit einer fest verbauten Tastatur in einem Clamshell-Design, schrumpft das Ganze aber erheblich, um so eine äußerst kompakte und mobile Einheit zu bilden. Ziel ist es, einen Kleinst-Laptop mit sieben Zoll großem Display und (fast) vollwertiger Tastatur zu bieten. Obendrein soll das Gerät mit Preisen ab knapp 400 US-Dollar auch noch einigermaßen erschwinglich sein.

GPD Pocket 7.0

Crowdfunding-Kampagne bei IndieGoGo hat ihr Ziel schon erreicht

GPD hat zur Finanzierung seines Vorhabens eine Kampagne über die Crowdfunding-Plattform IndieGoGo gestartet. Zunächst sollen 200.000 Dollar zusammenkommen, um die Produktionsanlagen entsprechend zu bestücken. Dieses Ziel hat man bereits innerhalb kürzester Zeit erreicht, denn mittlerweile haben knapp 600 Unterstützer des Projekts schon fast 250.000 Dollar vorgesteckt und somit das Finanzierungsziel übertroffen.


Beim neuen Kleinst-Laptop GPD Pocket soll nach Angaben des Herstellers ein sieben Zoll großes IPS-Panel mit einer Full-HD-Auflösung von 1920x1200 Pixeln verbaut werden, das eine Pixeldichte von gut 323 PPI erzielt. Der im 16:10-Format gehaltene Touchscreen soll mit einer Abdeckung aus Gorilla Glass 3 daherkommen und außerdem Multitouch-fähig sein, um die Bedienung zu erleichtern.

Im Innern wird nach aktuellem Stand der auch aus dem Surface 3 von Microsoft bekannte Intel Atom x7-Z8700 Quadcore-SoC zum Einsatz kommen, dessen vier x86-Kerne mit einem Basistakt von 1,6 Gigahertz arbeiten und bei Bedarf auf bis zu 2,4 GHz beschleunigen. Der Atom-SoC aus der "Cherry Trail"-Serie wird mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einer per eMMC angebundenen SSD mit 128 Gigabyte Kapazität kombiniert. Der Speicher lässt sich zusätzlich mittels MicroSD-Kartenslot erweitern.

GPD Win: Multifunktions-Handheld mit Windows 10 im Hands-on
Außerdem will GPD in dem kleinen Gehäuse, das fast vollständig aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung gefräst wird, Unterstützung für Dual-Band-WLAN nach dem 802.11n-Standard, Bluetooth 4.1 und eine möglichst große Tastatur mit Trackpoint als Ersatz für die sonst üblichen Trackpads unterbringen. Hinzu kommen ein MicroHDMI-Ausgang, ein USB-3.0-Port von voller Größe und ein USB Type-C-Anschluss.

Mit einem Lithium-Polymer-Akku mit immerhin 7000mAh soll das Gerät Laufzeiten von bis zu 12 Stunden Laufzeit erreichen. Die Stromversorgung kann optional auch über ein externes Akku-Pack erfolgen, wobei zu bedenken ist, dass das effektive Laden in diesem Fall nur bei ausgeschaltetem Gerät möglich ist. Mit 480 Gramm soll der GPD Pocket 7.0 seiner geringen Größe entsprechend sehr leicht ausfallen, während die Bauhöhe mit 18,5 Millimetern noch auf dem Niveau aktueller Ultra-Thin-Notebooks liegt.

Wer das Projekt auf IndieGoGo unterstützt, kann den GPD Pocket zum Preis von 399 US-Dollar bestellen, bevor das Gerät bei seiner Markteinführung letztlich für 599 Dollar angeboten wird. Die Auslieferung der ersten Geräte an die Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne soll ab Juni 2017 erfolgen. Bei den Betriebssystemen hat der Kunde übrigens die Wahl zwischen Windows 10 und Ubuntu 16.04 LTS.
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