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Samsung Galaxy S8 soll nach Note7-Desaster japanische Akkus bekommen

Von Roland Quandt am 02.02.2017 16:16 Uhr
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Samsung hat sich offenbar nach dem Desaster rund um den Rückruf des Galaxy Note7 wegen brandgefährlicher Akkus bei der Suche nach Zulieferern für den Stromspeicher seines diesjährigen Top-Smartphones Samsung Galaxy S8 neu orientiert. Statt aus China soll ein Teil der Akkus für das Galaxy S8 künftig aus Japan kommen.

Wie die koreanische Zeitung Korea Economic Daily berichtet, wird Samsung wie bisher einen Großteil der Akkus für die zwei Modelle des Samsung Galaxy S8 aus eigener Produktion beziehen. Dazu setzt man einmal mehr auf die Tochterfirma Samsung SDI. Da Samsung SDI aber nicht die gesamte Liefermenge fertigen kann, soll mit der Murata Manufacturing Co. ein japanischer Konzern weitere Akkus zuliefern.

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Murata soll laut dem Bericht rund 20 Prozent der Akkus für das Galaxy S8 beisteuern, während Samsung SDI rund 80 Prozent selbst fertigt. Dabei ist anzumerken, dass Samsung beim S8, anders als beim Note7, offenbar nicht auf einen Lithium-Ionen-Akku, sondern auf einen Lithium-Polymer-Akku setzen will. Welche Vorteile man sich daraus erhofft, ist aktuell noch offen.

Murata Manufacturing hatte im Juni 2016 die Akku-Sparte des japanischen Elektronikgiganten Sony übernommen und ist damit dennoch ein vergleichsweise kleiner Anbieter im Markt. Zuvor gab es bereits Gerüchte, wonach ausgerechnet Samsungs Erzfeind LG mit dessen Tochter LG Chem künftig einer der Akku-Lieferanten für das Galaxy S8 sein würde. Laut dem Bericht aus Korea ist dies allerdings nicht der Fall.

Beim Galaxy Note7 hatte Samsung ebenfalls zum Großteil Akkus aus eigener Produktion verwendet, einen Teil aber von dem chinesischen Hersteller Amperex Technology Limited (ATL) zuliefern lassen. ATL ist jetzt offenbar nicht mehr Teil der Lieferkette, zumindest im Fall des Galaxy S8. ATL ist der weltgrößte Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus und beliefert als solcher diverse bekannte Smartphone-Anbieter, darunter allen voran auch Apple.

Im Fall des Galaxy Note 7 hatte Samsung erst vor kurzem die Ergebnisse seiner internen Untersuchungen zu den Ursachen der Akku-Brände veröffentlicht. Ohne die Namen der Zulieferer zu nennen, erklärte Samsung die Brände damit, dass bei den ersten Akkus ein Design-Fehler und bei den später in Austauschgeräten eingesetzten Modellen ein Produktionsfehler aufgetreten waren.
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