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AMD wird konkreter: Release-Zeiten für Zen- und Vega-Chips angesagt

Von Christian Kahle am 01.02.2017 15:57 Uhr
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Der Chiphersteller AMD hat in der letzten Zeit viel über seine neuen Produkt-Generationen gesprochen, aber wenig konkretes zu Release-Terminen gesagt. Das änderte sich nun. Im Rahmen der Präsentation des aktuellsten Bilanzberichts wurde Konzernchefin Lisa Su konkreter.

Los geht es mit den neuesten CPUs. Die Ryzen-Prozessoren werden am Anfang März in den Verkauf gehen, hieß es. Das deckt sich weitgehend mit den letzten Spekulationen, die einen Verkaufsstart Ende Februar prognostiziert hatten, wenn der Trubel um den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona wieder etwas abgeflaut ist. Laut Su werden zu diesem Zeitpunkt dann auch schon die ersten Rechner mit den neuen Chips zu haben sein.

Der wie Ryzen auf der Zen-Architektur basierende Naples-Prozessor, der für den Einsatz in Servern konzipiert ist, kommt erst nach den ersten Desktop- und Notebook-CPUs auf den Markt. Die AMD-Chefin terminierte diesen für das zweite Quartal. In diesem Zeitrahmen wird dann auch die neue Generation an Grafikprozessoren, die unter dem Codenamen Vega entwickelt wurde, ins Rennen geschickt. Wer also an einem Rechner interessiert ist, der sowohl bei CPU als auch GPU auf den neuesten AMD-Architekturen basiert, wird sich noch bis zum frühen Sommer gedulden müssen.


Konsolen treiben den Umsatz

Bis die neuen Produkte greifen, müssen die bisherigen Chips das Unternehmen noch über Wasser halten. Und diese Aufgabe übernehmen im Wesentlichen die Produkte, die AMD für die Spielekonsolen-Hersteller Microsoft und Sony fertigt. Das sollte auch kein größeres Problem darstellen, da die überarbeiteten Modelle von Playstation 4 und Xbox One noch einmal für ordentliche Verkäufe sorgen dürften.

Die Verträge mit den Konsolenherstellern waren auch in erster Linie dafür verantwortlich, dass AMD den Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 7 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar ausbauen konnte. Die Vorbereitung der Markteinführung der Zen- und Vega-Produkte erfordert allerdings auch erst einmal einige weitere Investitionen, so dass AMD noch immer rote Zahlen schreibt. Der Nettoverlust belief sich im letzten Jahr auf 497 Millionen Dollar, was aber schon deutlich weniger ist als die 660 Millionen Dollar des Vorjahres.
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