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Axanar einigt sich mit Star Trek-Studios, Fanfilm darf doch entstehen

Von Witold Pryjda am 23.01.2017 12:59 Uhr
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Der Rechtsstreit rund um den Star Trek-Fanfilm Axanar geht auf Ende 2015 zurück, seither gab es mehrere Versuche, die Causa beizulegen. Zuletzt eskalierte die Angelegenheit aber wieder, eine langwierige Auseinandersetzung im Gerichtssaal drohte. Doch nun haben sich die Macher des Fanfilms und Paramount Studios sowie CBS doch noch außergerichtlich geeinigt.

Bereits Mitte des vergangenen Jahres schien eine Einigung zwischen Paramount Studios und CBS, also den Rechtebesitzern an der Marke Star Trek, und Axanar Productions in greifbarer Nähe zu sein. Dazu kam es aber nicht und ein Treffen vor Gericht am 31. Januar 2017 schien unausweichlich. Doch wie Ars Technica berichtet, konnte man das doch noch abwenden.

Die nun erzielte außergerichtliche Einigung ist ein Kompromiss wie er im Buche steht. Denn die Angeklagten gaben in einem gemeinsamen Statement beider Parteien zu, dass beide Filme ("Prelude to Axanar" und der "Axanar"-Hauptfilm) ohne das Einverständnis der Rechtebesitzer entstanden sind bzw. entstehen. Außerdem räumt Axanar ein, dass man in beiden Fällen die für Paramount Studios und CBS akzeptablen Grenzen in Sachen Urheberrecht überschritten habe.



Film darf unter Auflagen entstehen

Die Rechtebesitzer verzichten dafür auf weitere rechtliche Schritte gegen Axanar, dazu kommt, dass es keine finanziellen Forderungen gibt. Der Fanfilm kann auch fertig produziert werden, allerdings unter Auflagen bzw. unter Berücksichtigung "wesentlicher Änderungen".

Dazu gehört, dass der geplante Spielfilm auf zwei 15 Minuten lange Episoden schrumpfen muss. Diese müssen werbefrei auf YouTube veröffentlicht werden, die beiden Folgen dürfen also keine Umsätze bzw. Gewinne generieren.

Axanar hat seinerzeit 1,1 Millionen Dollar über Crowdfunding gesammelt und man hat geplant, den Spielfilm Mitte 2016 veröffentlichen zu können. Eigenen Angaben nach sei man aber von der Klage überrascht worden, weil Paramount Studios und CBS bekannt dafür waren und sind, bei Fanproduktionen ein Auge zuzudrücken. Dort aber war man der Ansicht, dass Axanar zu professionell agiere und kommerzielle Interessen verfolge.
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