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Super Mario Run: 90 Mio. Downloads, aber "nur" 3 Mio. bezahlten dafür

Von Witold Pryjda am 04.01.2017 15:40 Uhr
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Das Smartphone-Spiel Super Mario Run ist Ende des vergangenen Jahres erschienen und kann und muss wohl als Erfolg gewertet werden. Wie groß dieser Erfolg aber tatsächlich ist, darüber gibt es unterschiedliche Angaben bzw. Ansichten. Denn zwar wurde das bisher nur für iOS verfügbare Spiel massenhaft heruntergeladen, bezahlen wollte dafür aber nur ein verhältnismäßig kleiner Teil.

Kurzer Lauf?

Freilich bedeutet "verhältnismäßig" in diesem Fall eine Zahl von drei Millionen. Das ist eine Zahl von der Mitbewerber nur träumen können. Das Wall Street Journal (WSJ), das unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen Newzoo berichtet, wertet das aber als Enttäuschung und titelt: "Warum der Lauf von Super Mario Run ein kurzer war."

Das WSJ meint, dass es die "harte Realität im Geschäft mit Mobile Games ist, dass viele spielen, aber nur wenige zahlen wollen". Denn nach einem unbestritten fulminanten Start sei das Interesse am Mitte Dezember veröffentlichten Spiel schnell signifikant zurückgegangen.

Super Mario Run: Nintendo-Spaß mit Online-Zwang
Gemeint ist damit vor allem die Zahl der Kunden, die bereit sind, Geld für Super Mario Run auszugeben. Denn man kann den Nintendo-Titel zwar anspielen, für das volle Vergnügen werden zehn Euro fällig. Man hat die Top-Position in der Rangliste der Bezahl-Apps aber recht schnell verloren und es rangiert derzeit nur noch an der siebenten Stelle.

Die von Newzoo geschätzte Zahl der Bezahlspieler basiert auf dem geschätzten Umsatz von 30 Millionen Dollar. Das wären also drei Millionen Käufer, insgesamt wurde Super Mario Run aber von rund 90 Millionen iOS-Nutzern heruntergeladen. Ob man die erwähnten 30 Millionen Dollar Umsatz tatsächlich als so etwas wie Misserfolg werten kann, sei jedoch dahingestellt.

"Falsche Annahmen"

Zudem gibt es auch Zweifel an der Analyse von Newzoo: Gegenüber AppleInsider ließ der kalifornische Konzern ausrichten, dass die Annahme einer "Attach Rate" von drei Prozent falsch sei und Newzoo einige "falsche Annahmen" gemacht habe. Weiter äußerte sich das Unternehmen aber nicht dazu.
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