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Snapdragon 835 mit voller Unterstützung für Windows 10 vorgestellt

Von Witold Pryjda am 04.01.2017 09:04 Uhr
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Der Halbleiterhersteller Qualcomm hat auf der CES seinen neuesten Chipsatz Snapdragon 835 final vorgestellt und die noch fehlenden Details dazu genannt. Neben den vollen Spezifikationen und einer starken Ausrichtung auf Virtual und Augmented Reality betonte das Unternehmen vor allem eines explizit: Der Snapdragon 835 bringt uneingeschränkten Support für Windows 10.

Ein Geheimnis war der Snapdragon 835 freilich schon lange nicht mehr, Qualcomm hat den Chipsatz bereits im vergangenen November gemeinsam mit Samsung angekündigt, zuletzt sind auch über Benchmark-Apps etliche Details durchgesickert. Auf der Consumer Electronics Show, die heute einen Pressetag hat und morgen offiziell losgeht, reichte das Unternehmen alle sonstigen Details jetzt nach.

Windows 10-Support ohne Sternchen

Eine signifikante Rolle spielte dabei Microsofts Windows 10. Denn Qualcomm legte einen großen Fokus darauf, dass der Snapdragon 835 die vollwertige Version von Windows 10 unterstützt. "Das bedeutet auch nicht, dass wir Windows 10 mit einem Sternchen versehen", sagte Keith Kressin, Senior Vice President for Product Management dazu und spielte damit auf frühere erfolglose Versuche an, ARM-Chips mit Windows (8) zu kombinieren (via GeekWire).


Das wurde bereits im Dezember von Microsoft und Qualcomm angekündigt, der Snapdragon 835 bildet nun die Speerspitze dieser Bemühungen. Der Chiphersteller will damit vor allem eines, nämlich expandieren und zwar in Sachen unterstützter Geräte. Das bedeutet nicht nur Windows 10-Hardware, sondern auch VR und AR, diese Begriffe spielten bei der Vorstellung ebenfalls eine große Rolle.

Das spiegelt sich in den Spezifikationen wider: Der Snapdragon 835 unterstützt Surround-Sound, Eye-Tracking, hat eine bessere GPU und Tiefen-Kameras, dazu kommt schnelles LTE-Streaming.

Kryo 280

Der Snapdragon 835 hat vier Kerne mit 2,45 GHz und vier mit 1,9 GHz, diese bilden zwei CPU-Cluster. Der Herstellungsprozess, der von Samsung übernommen wird, greift erstmals auf das 10-Nanometer-Verfahren zurück. Das bringt die erwarteten Vorteile in Sachen Effizienz bzw. Energieverbrauch mit, Qualcomm nannte eine Ersparnis von etwa 25%.

Interessant ist allerdings, wie PC Mag aufgefallen ist, wie verhältnismäßig wenig Qualcomm über die Architektur der Kryo 280-Kerne gesprochen hat. Diese können, so die allgemeine Einschätzung, höchstens als "Semi-Custom" bezeichnet werden und greifen stark auf das ARM Cortex-Design zurück. Dies wertet man als eine gewisse Gefahr für Qualcomm, da der Hersteller dadurch an Eigenständigkeit einbüßt und OEMs sich zunehmend bei anderen Unternehmen, die ARM-Kerne benutzen umsehen könnten, darunter Mediatek, Samsung und Huawei.
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