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Sie fliegt, sie fliegt (nicht mehr): Warum Facebook-Drohne abgestürzt ist

Von Witold Pryjda am 19.12.2016 10:24 Uhr
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Im Juni hat das soziale Netzwerk Facebook über der Wüste Arizonas einen Testflug mit einer riesigen Drohne absolviert, allerdings nicht erfolgreich: Denn das Fluggerät, das eine größere Flügelspannweite als eine Boeing 737 hatte, stürzte ab und wurde dabei stark beschädigt. Nun hat die Untersuchungskommission ihren Bericht zum Absturzgrund veröffentlicht.

Aquila

Die Solar-betriebene Drohne mit dem Namen Aquila wurde im Juni dieses Jahres erstmals getestet. Über der Wüste von Arizona blieb sie auch rund 90 Minuten in der Luft, musste dann aber einen unsanften und ungeplanten Kontakt mit dem Boden erleben, dabei wurde sie auch "erheblich beschädigt".

Die Drohne, an der Facebook etwa zwei Jahre lang gearbeitet hat, sollte den Weg ebnen, damit das Social Network seine Pläne verwirklichen kann, entlegene Regionen der Erde aus der Luft mit Internet versorgen zu können. Doch das Vorhaben landete vorerst auf dem sprichwörtlichen Boden der Realität.

Aquila: Facebooks Internet-Drohne absolviert erfolgreichen Jungfernflug
Nun hat die auch für den Luftverkehr zuständige US-Behörde, das National Transportation Safety Board, ihren Untersuchungsbericht veröffentlicht. Darin stellt man fest, dass eine starke Windböe für den Crash verantwortlich war. Wie Recode berichtet, hat dieser Windstoß die Drohne kurz vor der Landung angehoben, woraufhin der Autopilot versucht hat, die höhere Flugposition nach unten zu korrigieren. Dabei gingen die Nase nach unten und die Geschwindigkeit nach oben, was die Bruchlandung zur Folge hatte.

Dabei wurde die Drohne beschädigt, Personen- oder sonstiger Sachschaden waren nicht zu beklagen. Hintergrund war auch, dass der Flug ursprünglich 30 Minuten dauern sollte. Allerdings lief er anfangs so gut, dass sich das Team entschieden hat, ihn auf mehr als 90 Minuten zu verlängern.

In dieser Zeit haben sich aber die Wetterbedingungen verändert. Denn der Testflug begann in den frühen Morgenstunden, im Verlauf des Tages hat sich aber die Luft aufgeheizt und es kamen stärkere Winde auf. Im Video (siehe oben) ist übrigens nur die "erfolgreiche" Flugphase zu sehen, den Crash am Ende zeigte das Unternehmen hingegen nicht.
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