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Samsung: Vorsichtige Einführung von Smartphones mit Falt-Display?

Von Roland Quandt am 09.12.2016 14:58 Uhr
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Der koreanische Elektronikgigant Samsung will offenbar bei der Einführung von Smartphones mit faltbaren Displays eine zweigleisige Strategie verfolgen. Zunächst will man mit einem weniger ambitionierten Testballon die potenzielle Nachfrage ausloten, um dann gegebenenfalls später mit Geräten zu starten, die tatsächlich ein großes faltbares Display aufweisen.

Wie ETNews Korea unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Samsung meldet, plant das Unternehmen zunächst die Einführung eines Geräts, bei dem zwei "normale" flache Displays nebeneinander angeordnet werden. Dieses Modell weist angeblich in der Mitte eine Art Scharnier oder anderen Faltmechanismus auf, wobei die Grenze zwischen den beiden Displays noch klar zu erkennen sein soll.

Samsung: Konzept-Video zu faltbaren Displays von 2013
Dieses Gerät soll angeblich zunächst in relativ geringen Stückzahlen erscheinen, um die Rückmeldungen des Marktes zu sammeln und auszuwerten. Samsung will also zunächst mit etwas Vorsicht prüfen, ob überhaupt Interesse an derartigen Produkten besteht. Der nach dem neuen Konzept funktionierende "Testballon" soll dem Bericht zufolge 2017 auf den Markt kommen, so dass das erste "echte" Falt-Smartphone mit durchgängiger Display-Oberfläche wohl noch etwas auf sich warten lässt.

Bei dem unter großen Ambitionen entwickelten "richtigen" Falt-Smartphone soll es sich um ein Gerät handeln, das nach Außen gefaltet wird. Das heißt, dass es im zusammengeklappten Zustand auf Vorder- und Rückseite eine Touch-Oberfläche bieten soll, statt wie ein Buch zugeschlagen zu werden. Die technische Basis bilden hier natürlich flexible OLED-Displays, wie sie von Samsung schon länger produziert werden. Durch neue Materialien will man dafür sorgen, dass sich das Produkt in der Mitte "knicken" lässt, ohne dadurch Schaden zu nehmen.

Generell dürfte der Qualitätsaspekt für Samsung und auch die zahlreichen anderen Hersteller das größte Problem sein. Es gilt zu verhindern, dass beim Klappen der beiden Displayhälften auf Dauer Schäden entstehen. Hinzu kommt, dass man zunächst prüfen muss, welchen Mehrwert ein derartiges Smartphone bieten kann, wenn es zum Beispiel als eine Art Tablet genutzt wird. Genau an dieser Stelle dürfte das 2017 erwartete erste Gerät ansetzen.
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