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Microsoft bringt reguläres Windows 10 auf Qualcomms ARM-Prozessoren

Von Roland Quandt am 08.12.2016 04:09 Uhr
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Microsoft und der nach Stückzahlen größte Hersteller von ARM-Prozessoren Qualcomm haben anlässlich der Hardware-Entwicklerkonferenz WinHEC im chinesischen Shenzhen soeben bekannt gegeben, dass die kommende Generation der Qualcomm Snapdragon-Prozessoren in der Lage sein wird, klassische x86-Anwendungen per Emulation auszuführen. Auch Windows 10 landet somit auf ARM-Chips.

Auf den ersten Blick ist es eine unglaubliche Nachricht: Windows 10 - die ganz normale Desktop-Version, nicht Windows 10 Mobile - soll künftig auch auf ARM-Prozessoren von Qualcomm genutzt werden können. Möglich wird dies durch Hardware-basierte Virtualisierung mit Hilfe der neuen High-End-Chips von Qualcomm, so dass bereits im nächsten Jahr "PCs mit Windows 10 auf Basis der Snapdragon-Prozessoren" auf den Markt kommen sollen.

Windows 10 auf einem PC mit ARM-Prozessor im Einsatz
Qualcomm macht seine ARM-Chips künftig sozusagen mit dem Desktop-Windows kompatibel, wobei die neuen Systeme auf dieser Basis x86-basierte Win32-Anwendungen ebenso ausführen können wie Universal Windows Apps (UWP), was laut dem Chipkonzern auch Desktop-Anwendungen wie Photoshop, Microsoft Office und PC-Spiele einschließt.


Qualcomm hat vor kurzem mit dem Snapdragon 835 seinen neuesten High-End-SoC angekündigt, der vor allem in Smartphones zum Einsatz kommen wird. Der gleiche Chip soll künftig nun auch in "PCs" Platz finden, die nicht mehr nur mit Prozessoren von Intel oder AMD laufen, sondern eben auch mit Qualcomms ARM-SoCs. Aufgrund der teilweise enormen Unterschiede zwischen den verschiedenen ARM-Plattformen dürfte es einige Zeit dauern, bis weitere Prozessoren von Qualcomm und anderen Herstellern auf der Kompatibilitätsliste landen.

Aktuell ist von der zweiten Jahreshälfte 2017 als Verfügbarkeitszeitraum erster Geräte mit Windows 10 auf Basis seiner ARM-Chips die Rede. Ein denkbarer Kandidat wäre natürlich das sagenumwobene "Surface Phone", auf das Microsoft angeblich seit geraumer Zeit hinarbeitet. Die Redmonder hatten mit Windows RT vor einigen Jahren eine spezielle Variante ihres Betriebssystems für ARM-basierte Geräte auf den Markt gebracht, die jedoch grandios scheiterte.
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