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Pokémon Go: Verbraucherschützer erringen Sieg gegen Niantic Labs

Von Witold Pryjda am 24.10.2016 15:31 Uhr
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Die deutschen Verbraucherschützer haben einen Sieg gegen den für den mobilen Hit Pokémon Go verantwortlichen Entwickler Niantic errungen. Nachdem man das US-Unternehmen wegen der Weitergabe personenbezogener Daten abgemahnt hat, haben die Kalifornier nun eine Unterlassungserklärung zu allen beanstandeten Punkten abgegeben.

Unterlassungserklärung

Mitte Juli hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bei Pokémon Go satte 15 Klauseln der Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen beanstandet und die Konsumentenschützer freuen sich nun per Mitteilung, dass man Niantic Labs zum Einlenken bewegen konnte. Denn das für das Augmented-Reality-Spiel verantwortliche Studio hat eine verbindliche Unterlassungserklärung zu allen geforderten Punkten abgegeben.

Wie der VZBV schreibt, können Nutzer ab 2017 auf rechtskonforme Datenschutzspielregeln hoffen, auch schon in der Umstellungsphase darf sich das Unternehmen gegenüber Kunden nicht mehr auf die beanstandeten Klauseln berufen, so die Verbraucherschutzorganisation.

Nach dem Hype: Pokémon Go bringt weiter Millionen ein
Der VZBV hatte im Juli beklagt, dass sich Niantic in seinen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen weitgehende Rechte herausgenommen habe, was die Spieler wiederum unangemessen benachteiligt hat. Dazu gehört etwa der Passus, wonach die Pokémon Go-Macher den Vertrag jederzeit einseitig verändern oder fristlos kündigen können.

Ebenfalls beanstandet wurden die einseitig mögliche Sperrung des Zugangs oder die ausgeschlossene Rückerstattung von mit echtem Geld getätigten In-App-Käufen. Außerdem sollte auch die Weitergabe personenbezogener Daten der Verbraucher an private Dritte ohne gesonderte Einwilligung der Betroffenen möglich sein. Schließlich konnte sich Niantic ausschließlich auf kalifornisches Recht berufen, auch diese Klausel wurde zu Fall gebracht.

Anfang des nächsten Jahres folgen angepasste Nutzungs- und Datenschutzbedingungen, bis dahin hat der VZBV Niantic eine Umstellungsphase eingeräumt, während dieser Zeit darf sich der Pokémon Go-Entwickler nicht mehr auf die beanstandeten Passagen berufen.
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