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Routerzwang bald vorbei: AVM will pünktlich Geräte bereitstellen

Von John Woll am 07.06.2016 18:20 Uhr
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Bis zum 1. August müssen alle Provider ihre Anschlüsse so umgestellt haben, dass diese auch mit Routern genutzt werden können, die Kunden frei am Markt erwerben. Auch wenn die nötigen Informationen noch nicht von allen Internetanbietern bekannt gegeben wurden, will AVM pünktlich zum Ende des Routerzwangs Geräte bereitstellen können.

Ab 1. August endlich frei

Das Thema Routerzwang wurde vor allem in der IT-Szene heiß diskutiert. Am ersten August wird der Wunsch vieler Beobachter und Nutzer jetzt zur Realität. An diesem Tag verstreicht eine sechsmonatige Frist, nach der Netzbetreiber ihre Infrastruktur so angepasst haben müssen, dass Kunden, die ihren Router von einer anderen Quelle beziehen, diesen uneingeschränkt nutzen können - eben ganz so, als hätten sie das Gerät vom Provider erhalten.

FritzOS 6.36 Labor

Wie heise berichtet, sagt jetzt mit dem Berliner Netzwerktechnik-Unternehmen AVM der erste Hersteller von Routern zu, dass man bereits zum Stichtag am 1. August entsprechend konfigurierte Geräte für den freien Verkauf anbieten können wird. Mit "Modellen für DSL, Cable, Fiber und LTE" könne man sofort auf die ab diesem Datum gesetzlich garantierte Routerfreiheit regieren, so die Aussage von AVM bei einem Auftritt der Provider-Fachmesse Angacom in Köln.

Provider müssen noch handeln

Besonders interessant an der aktuellen Situation: Obwohl das Ende der Frist deutlich absehbar ist, hat bisher noch keiner der Provider, die ihre Kunden aktuell zur Nutzung bestimmter Geräte verpflichten, die Spezifikationen veröffentlicht, die von Router-Herstellern eigentlich dringend für ihre frei erhältlichen Geräte benötigt werden. Vor allem bei Kabelnetzbetreibern drängt diese Frage, da ihrer Geräte bisher dafür ausgelegt sind, von Service-Technikern angeschlossen zu werden.

Auf Nachfrage von heise, wie man dieses Problem bis August lösen wolle, zeigt sich AVM aber trotz der bisher fehlenden Informationsfreude der Provider zuversichtlich: "Wie andere Hersteller auch, warten wir täglich auf konkrete Infos. Auf der anderen Seite gibt es ja die Systeme bereits. Wenn heute ein Techniker einen Router anschließt, erscheint in der Regel eine Webseite, auf der er die Zugangsdaten eingibt. Nichts anderes müsste der Anwender ab August machen." Da die Fritzbox schon heute bei vielen Providern im Einsatz ist, kenne man außerdem "grundsätzlich" viele Systeme. "Auch wenn keine zwei Monate vor dem Start noch viele Fragen offen sind, grundsätzlich sind wir bereit und werden zum 1.8. starten", so AVM.
FAQ: Welche Provider drosseln den Internet-Anschluss und wann?

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