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Browser-Hijacking - Microsoft erkennt alte Ask-Toolbar als Malware

Von Nadine Juliana Dressler am 13.06.2015 11:57 Uhr
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Microsoft geht ab sofort gegen das Verhalten der älteren Versionen der Ask-Toolbar vor, die als Webbrowser-Erweiterung unter anderem die Startseite neu festlegen kann und den Nutzer von anderen Suchmaschinen fernhält.

Mit den Microsoft-Sicherheitstools wie Windows Defender, Security Essentials und Safety Scanner werden die älteren Versionen der Ask-Toolbar nun als Malware eingestuft und entfernt. Bis auf die aktuelle Version der Toolbar blockiert Microsoft damit nun die Installation beziehungsweise das Starten der vielgehassten Browser-Erweiterung. Hintergrund sind vorrangig die Optionen, die Ask den Nutzern lässt. In den älteren Toolbar-Ausgaben sind die Einschränkungen teils so massiv, dass sie jetzt als hohes Gefahrenrisiko eingestuft werden.


In einem Blogbeitrag erklärt Microsoft, was an dem Verhalten der Toolbar bisher als so schädlich eingestuft wird. Da heißt es unter anderem, dass es sich um eine Form von "unwanted software", also unerwünschter Software handelt, die den Nutzer in seiner Wahl der Suchmaschine einschränkt. Dass das mittlerweile ein No-Go ist, ist nicht zuletzt nach den großen Klagen gegen Microsoft und den Internet Explorer selbst in der EU nichts Neues.

Ask-Toolbar im Schlepptau mit Java

Die Ask-Toolbar greift dabei in die Einstellungen des Browsers ein, ohne dass der Nutzer selbst etwas tut. Dazu hat Ask durch die lange Zeit verbreitete Unart, sich mit anderen Programmen im Schlepptau auf einem Rechner breit zu machen, noch ein zweites Verhalten von Malware im Schlepptau. Zwar betrifft das alles nicht die jüngste Version der Ask-Toolbar - jedoch sind weltweit noch unzählige Installationen der alten Toolbar aktiv. Microsoft wirkt dem nun entgegen.

Ask Toolbar


Ask Toolbar

Hohe Bedrohung

"Ältere Versionen der Software beschränken oder begrenzen Ihre Kontrolle über Ihre Suchanbieter. Es kann Sie darin hindern, einen Suchanbieter zu deaktivieren oder zu ändern", ist nun in der Microsoft-Advisory zu lesen. "Diese Software stellt eine hohe Bedrohung für Ihren PC dar."

Im Endeffekt wird Ask vorgeworfen, mit einer besonderen Art des Browser-Hijackings die Nutzer auf die eigene Seite abzuziehen. Browser-Hijacking deshalb, weil der unbedarfte Anwender selbst keinerlei Eingriffsmöglichkeit hat und die Änderung seiner Einstellungen gar nicht unbedingt als solche bemerkt.

Siehe auch: Microsoft: Neuer Torwächter soll mehr erkennen als plumpe Malware

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