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Offiziell: Microsoft entlässt 18.000 Mitarbeiter, 12.500 bei Nokia

Von Witold Pryjda am 17.07.2014 14:27 Uhr
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Seit Tagen und Wochen gibt es Gerüchte zu einem umfassenden Stellenabbau bei Microsoft und dieser ist nun offiziell. CEO Satya Nadella hat heute die Angestellten des Redmonder Unternehmens in einer E-Mail informiert, dass im Verlauf eines Jahres 18.000 Stellen gestrichen werden, 12.500 davon bei der neuen Tochter Nokia.

Größte Entlassungswelle bisher

2009 gab es bei Microsoft die bisher größte Entlassungswelle, damals mussten sich rund 5800 Angestellte neue Jobs suchen. Die nun von Microsoft-CEO Nadella per interner Nachricht bekannt gegebenen 18.000 Kürzungen übertreffen die Spekulationen im Vorfeld zwar bei weitem, grundsätzlich war ein massiver Stellenabbau aber erwartet worden.

Siehe auch: Microsoft-Aktie vor Entlassungen mit neuem 14-Jahres-Rekord

Denn mit der dieses Jahr vollzogenen Übernahme des "Geräte und Dienste"-Sparte von Nokia hatte Microsoft über Nacht 25.000 neue Angestellte, viele Posten sind seither doppelt und dreifach besetzt. Deshalb ist es nicht unbedingt überraschend, dass der aktuelle Stellenabbau jeden zweiten Nokianer betrifft, da insgesamt 12.500 von ihnen gehen müssen.

Satya Nadella schreibt, dass dies ein schwieriger Schritt sei, der es dem Unternehmen aber ermöglichen werde, eine "Organisation und Struktur zu schaffen, die unsere Ambitionen zum Leben erwecken kann." Weitere Details sollen im Rahmen des Jahresberichtes nächste Woche bekannt gegeben werden.

Der Stellenabbau wird mehrere Stufen haben: In der ersten Welle, die in den nächsten sechs Monaten stattfinden wird, werden es 13.000 Entlassungen sein. Satya Nadella spricht in seiner Mitteilung lediglich von "weltweit", ob und wie viele Mitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz betroffen sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Als Ziel der Stellenkürzungen gibt Nadella außerdem an, dass man die Arbeitsabläufe vereinfachen und die neuen Nokia-Sparten in den Konzern integrieren will: Bei der Einbindung der Geräte und Dienste der neuen Tochter soll es künftig mehr Synergien und besseren "strategischen Abgleich" geben. Schließlich kündigte er eine Änderung bei der Nokia-X-Produktlinie an (siehe unten).

Siehe auch: Nokia X - Microsoft macht Android-Smartphones zu Windows Phones
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