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Facebook kauft Oculus Rift, Netzgemeinde ist sauer

Von Witold Pryjda am 26.03.2014 08:40 Uhr
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In der Nacht auf heute hat Facebook ein Geschäft verkündet, das man sicher als Knaller bezeichnen kann: Das soziale Netzwerk hat Oculus VR, die Macher der Virtual-Reality-Brille, für zwei Milliarden Dollar übernommen.

Investition in die Zukunft

Virtual-Reality-Gaming gilt als ganz großes Zukunftsgeschäft. Ob sich diese Voraussage erfüllt, wird sich zwar erst zeigen, doch Facebook ist sich dessen wohl ebenfalls sicher. Das Netzwerk von Mark Zuckerberg hat nämlich das ursprünglich über Crowdfunding finanzierte Projekt für zwei Milliarden Dollar gekauft, wie das Unternehmen per Pressemitteilung bekannt gab.

"Mobile ist die Plattform von heute und nun rüsten wir uns für die Plattform der Zukunft", sagte Zuckerberg. Demnach habe Oculus die Chance, die "sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und die Art wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren zu verändern."

Oculus Rift - Vorstellung des Development Kit 2
In einem Confercence Call mit Investoren (via GeekWire) sagte der Facebook-Chef, dass er keine Angst vor der Konkurrenz habe: Mit der Oculus-Übernahme könne man sich einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Sony und Microsoft sichern, das betrifft sowohl Technik als auch die Entwicklertalente. Letzteres bedeutet übrigens, dass mit John Carmack eine der ganz großen Gaming-Legenden ("Doom") nun ein Facebook-Angestellter ist.

"Verrat" und "Ausverkauf"

Oculus Rift wurde ursprünglich über Crowdfunding finanziert, interessierte Privatpersonen unterstützten das Projekt mit über 2,4 Millionen Dollar, später kam eine 75-Millionen-Dollar-Spritze von Investor Marc Andreessen (Netscape-Mitgründer) dazu. Bei den ersten Unterstützern kommt das Geschäft aber alles andere als gut an, auf der Kickstarter-Seite gibt es zahlreiche enttäuschte und auch verärgerte Kommentare, so mancher spricht von "Verrat" und "Ausverkauf."

Minecraft-Absage

Auch in der Entwickler-Community gibt es ein erstes "Opfer" der Übernahme: In einem Tweet gab Minecraft-Schöpfer Markus "Notch" Persson bekannt, dass man zuletzt Gespräche über eine Oculus-Version von Minecraft geführt habe: "Ich habe den Deal gerade abgesagt. Mir ist Facebook unheimlich." In einem Blog-Beitrag erläuterte er das später näher und meinte, dass die Motive von Facebook unklar seien und sich ständig veränderten, es gebe nichts in der Geschichte des Netzwerks, das Vertrauen schaffe.

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