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Software löscht automatisch Leute aus HD-Videos

Von Christian Kahle am 15.03.2013 10:59 Uhr
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Am Max Planck-Institut für Informatik haben Wissenschaftler eine Software entwickelt, mit der sich automatisiert Gegenstände und auch sich bewegende Personen aus hochauflösendem Videomaterial löschen lassen.

Das Programm nimmt sich dafür jeden einzelnen Frame vor und analysiert diesen im Vergleich mit anderen Bildern der Aufnahme. So zieht die Software Rückschlüsse darauf, mit welchen Pixeln sich die frei werdenden Bereiche auffüllen lassen, ohne, dass dies einem Betrachter auffällt.

How Not to Be Seen - Objekte aus Video entfernen
Solche Funktionalitäten sind aus Foto-Bearbeitungsprogrammen bereits länger bekannt. Und auch bei weniger hochauflösenden Videos gab es bereits Lösungen, die relativ gut funktionierten. Allerdings arbeiteten diese vor allem dann gut, wenn ein Objekt aus dem Vordergrund zu entfernen war und die freien Pixel mit entsprechendem Hintergrundmaterial aufgefüllt werden mussten. Himmel-, Strand- oder Wasserflächen lassen sich relativ leicht an einer anderen Stelle unauffällig duplizieren.

Schwieriger wird es, wenn beispielsweise mehrere Menschen hinter einem zu entfernenden Objekt vorbeilaufen. In den jeweiligen Frames müssen diese dann als relativ komplexe Strukturen jeweils an der richtigen Stelle nachgebildet werden. Und genau dies soll die Software der Max Planck-Informatiker nun auch in hochauflösendem Material, bei dem auch entferntere Personen sehr gut erkennbar sind, leisten.

Auf dem aktuellen Stand kommt es durchaus noch vor, dass die Software einige Artefakte oder andere Fehler erzeugt. Im folgenden Beispielbild ging es darum, die rot markierte Person aus dem Video zu löschen. Der dahinter entlang laufende Mann wurde von bereits existierender Software (Mitte) zwar einigermaßen rekonstruiert, allerdings endete die Berechnung des Bein-Bereichs in einem Artefakt und der rechte Arm ging verloren. Bei der neuen Software (Rechts) werden hier deutlich bessere Ergebnisse erzielt, auch wenn das rechte untere Bein nicht ganz stimmig ist.

Video-Manipulation

Für einen ungeübten Beobachter dürften solche kleinen Fehler in einem laufenden Video kaum zu bemerken sein. Mit etwas weitergehendem Fein-Tuning sollten hier auch noch weitere Verbesserungen zu erzielen sein.
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