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Netzaktivisten bauen eigenen Lobbyverband auf

Von Christian Kahle am 11.04.2011 14:51 Uhr
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Eine Reihe von Netzaktivisten bereitet derzeit den Aufbau einer eigenen Lobbyorganisation vor. Diese soll den Namen "Digitale Gesellschaft" tragen. Der offizielle Start erfolgt am Mittwoch auf der Netzkonferenz Re:Publica in Berlin.

Die Organisation soll zukünftig als eine Art zentrale Interessenvertretung der Internet-Community gegenüber der Politik funktionieren. Bisher übernahmen kleinere, auf einzelne Themen beschränkte Gruppen wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, oder aber auch Organisationen wie der Chaos Computer Club, der eigentlich eine andere Ausrichtung hat, diese Aufgaben.

Hinter der neuen Organisationen stehen verschiedene Personen aus dem Umfeld des Blogs Netzpolitik.org und auch dessen Gründer Markus Beckedahl. Nach bisherigem Stand der Planungen soll die Digitale Gesellschaft kampagnenorientiert an netzpolitischen Themen arbeiten. Die Öffentlichkeitsarbeit soll dabei so gestaltet werden, dass auch Menschen, die wenig mit dem Internet zu tun haben, angesprochen werden und der bisherige Kreis der Aktiven ausgeweitet werden kann.

Großes Vorbild der Organisation dürfte die Electronic Frontier Foundation (EFF) aus den USA sein. Bis man allerdings ähnlich einflussreich sein wird, steht noch viel Arbeit und Zeit bevor. Auf europäischer Ebene will die Digitale Gesellschaft mit Verbänden wie der französischen La Quadrature du Net oder Bits of Freedom aus den Niederlanden zusammenarbeiten.
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