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Aktienkurse per Botnetz und Spam manipuliert

Von Christian Kahle am 22.03.2011 16:43 Uhr
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In den USA wird der Prozess gegen einen Texaner eröffnet, der ein Botnetz zur Manipulation von Börsenkursen genutzt haben soll. Die Taten erfolgten laut Klageschrift im Zeitraum von Ende 2007 bis Anfang 2009.

Der mutmaßliche Täter und seine Komplizen griffen demnach auf eine größere Zahl infizierter Rechner zurück, um Spam zu versenden. In den Werbenachrichten wurden jeweils bestimmte Aktien als erfolgsversprechende Investition angepriesen und die Empfänger aufgefordert, möglichst schnell über ihren Wertpapierhändler zuzuschlagen.

Beworben wurden jeweils Wertpapiere, die sich im Besitz der Gruppe befanden, hieß es. Fielen Empfänger auf die Werbung herein und investierten in die jeweiligen Aktien, stiegen deren Kurse. Die Versender konnten ihre Aktien dann mit einem Gewinn wieder abstoßen.

Die Opfer der Manipulationen saßen nun allerdings auf Anlagen, die nach kurzer Zeit wieder auf ihren ursprünglichen Wert fielen. Im glücklichsten Fall konnten die geprellten Anleger zumindest ohne größere Verluste aussteigen.

Der Angeklagte soll außerdem daran beteiligt gewesen sein, Zugänge zu Depot-Konten Dritter zu knacken und darüber ebenfalls zu eigenen Gunsten mit Aktien zu handeln. Er muss sich nun wegen Betrugs und dem Versand von Spam mit betrügerischen Inhalten vor Gericht verantworten. Ihm droht in dem Verfahren eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft.
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