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Mac-Verkäufe brechen ein - Windows-Marketing wirkt

Von Roland Quandt am 17.03.2009 09:37 Uhr
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Die Verkaufszahlen von Apples Mac-Computern sind in den USA im Jahresvergleich um 16 Prozent zurück gegangen. Im gleichen Zeitraum war bei Windows-PCs ein Wachstum von 22 Prozent zu verzeichnen, so die Marktforscher der NPD Group.

Apples MacBooks verloren 7 Prozent, während Windows-Laptops um 36 Prozent zulegen konnten. Selbst wenn man die populären Netbooks abzieht, war immer noch ein Anstieg der Verkaufszahlen um 16 Prozent zu verzeichnen, meldet die NPD Group. Die Aussagekraft der Zahlen ist jedoch umstritten.

Die Angaben der Marktforscher von der NPD Group enthalten nämlich nur Zahlen, die das Unternehmen zuvor vom amerikanischen Einzelhandel erhalten hat. Direkte Verkäufe über die Webseiten der Hersteller werden hingegen nicht eingerechnet. Auch der Online-Handel bleibt außen vor.

Steve Baker, Analyst bei NPD Group, führt den Rückgang bei Apple vor allem auf die hohen Preise der Produkte des Unternehmens zurück. In der aktuellen Zeit sei die Preisgestaltung bei Apple das Hauptproblem. Letztlich habe der Hersteller aber mit seiner Politik gute Chancen, anders als andere Anbieter profitabel zu arbeiten.

Andere Marktbeobachter wie Joe Wilcox, Autor der US-Blogs Microsoft-Watch und Apple-Watch, sehen die im September 2008 gestartete neue Marketing-Kampagne für Windows ebenfalls als einen Faktor für die Zunahme der Verkaufszahlen von Windows-basierten Computern.

Diese sei fast zeitgleich mit dem "offiziellen" Beginn der Wirtschaftskrise in den USA gestartet worden. Sie vermittle vielen Kunden eine gewisse Sicherheit in schwierigen Zeiten, was sie zum Kauf von meist günstigen Windows-PCs tendieren lässt. Gleichzeitig habe Apple seine "Get a Mac"-Kampagne praktisch eingestellt und versuche stattdessen, mit einer Verlagerung der Aufmerksamkeit zum iPhone und dem neuen "grüneren" aber hochpreisigen MacBook auf Kundenfang zu gehen.
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