Jetzt auch mobil Kommentieren!

Microsoft: Google fehlt Respekt vor Urheberrechten

Von Roland Quandt am 06.03.2007 11:30 Uhr
24 Kommentare
Seit fast zwei Jahren hält sich die Kritik zahlreicher Buch- und Zeitungsverlage an Googles laxem Umgang mit ihren Urheberrechten. Unter anderem gab es Klagen gegen die Buchsuche und das Nachrichtenportal Google News, weil die Verlage ihre Rechte verletzt sehen.

Nun will sich auch Microsoft in den Streit einmischen und massiv Kritik an Googles "rücksichtslosem" Verhalten üben. Wie vorab bekannt wurde, ist man in Redmond der Meinung, dass Googles Unternehmungen im Bereich der neuen Medien vor allem auf Kosten der Anbieter von Büchern, Videos und Software gehen.

Thomas Rubin, der bei Microsoft für den Umgang mit Urheberrechten und Geschäftsgeheimnissen zuständig ist, kritisiert unter anderem, dass Google keine eigenen Inhalte kreirt sondern mit der Arbeit anderer Firmen Milliarden über Werbeeinnahmen verdient. Dabei nehme das Unternehmen keinerlei Rücksicht auf geltende Urheberrechtsgesetze.

Die Rechte der Urheber würden erst respektiert, wenn sie sich bei Google beschweren, so Rubin weiter. Der Suchmaschinenbetreiber habe eine eher negative Geschichte hinter sich, was Urheberrechte angeht, heißt es außerdem. Google hingegen will die Kritik nicht auf sich sitzen lassen und verwies darauf, dass man mit zahlreichen Partner zusammenarbeite und deren Rechte respektiert.

Die Kritik von Microsoft geht auf Googles Praxis zurück, urheberrechtlich geschützte Bücher angeblich zunächst ohne die Zustimmung des jeweiligen Verlags für seine Buchsuche zu digitalisieren.
whatsapp
24 Kommentare lesen & antworten
Hoch © 2000 - 2017 WinFuture Impressum