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Ex-Sony-Manager verrät: Darum gibt es in Wahrheit kein Cross-Play

Von Christian Kahle am 20.06.2018 07:42 Uhr
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Bei jeder neuen Diskussion um fehlende Cross-Play-Möglichkeiten auf der Gaming-Plattform Sonys kommen zwar immer neue Ausflüchte, doch letztlich geht es doch nur um das schnöde Geld. Das hat ein ehemals hochrangiger Manager aus dem Unternehmen im Zuge der jüngsten Debatten um Fortnite bestätigt.

Immer wieder einmal stehen Nutzer vor der Situation, dass sie ein Spiel zwar für die Playstation 4 bekommen und es auf dieser nutzen, dann aber nicht nahtlos auf einem anderen System fortfahren können. Das ist gerade ein Problem für Anwender, die Fortnite angefangen haben auf ihrer stationären Konsole zu zocken und dann auf dem gleichen Stand gern auf ihrer Switch weitergemacht hätten.

Im Grunde spricht dem nichts entgegen - das Spiel ist problemlos für beide Plattformen zu bekommen, es unterscheidet sich in den beiden Versionen nicht und eine Synchronisation von Accounts ist nun wahrlich keine Raketenwissenschaft. Wie schon bei Microsofts Minecraft lässt Sony sich allerdings nicht auf ein Cross-Play-Angebot ein - und die dafür angeführten Gründe sind reichlich schwammig.

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Es geht nur ums Geld

In Wirklichkeit will das Unternehmen den eigentlichen Grund aber nur nicht klar benennen - was intern wiederum anders aussieht. "Als ich bei Sony war, wurde als Grund das Geld benannt", teilte John Smedley, der ehemalige Präsident von Sony Online Entertainment, laut einem Bericht von Eurogamer mit. "Sie mögen es einfach nicht, dass jemand etwas auf der Xbox kauft und es dann auch auf der Playstation nutzt. So einfach ist das. Ein dummer Grund, aber so ist es eben."

Die offiziellen Begründungen reichten teils sogar so weit, dass Sony-Vertreter erklärten, der Verzicht auf Cross-Play sei ein Beitrag zum Schutz der eigenen Nutzer - immerhin sei die User-Basis auf der Playstation in der Regel jünger als bei anderen Plattformen und dem müsse man Rechnung tragen. Schon dies dürfte aber kaum jemand wirklich geglaubt haben. Und Smedley bestätigt im Grunde noch einmal die Annahme, dass es Sony vor allem darum geht, die Kunden durch solche repressiven Maßnahmen statt durch Überzeugung an die eigene Plattform zu fesseln.

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