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Fans stinksauer, da Sony PS4-Fortnite-Konten auf Switch blockiert

Von Witold Pryjda am 13.06.2018 10:12 Uhr
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Sonys Einstellung zum Thema Cross-Play ist hinlänglich bekannt: Der Konsolenmarktführer will davon nichts wissen und erlaubt es nicht, dass sich Spieler zweier unterschiedlicher Plattformen online treffen können. Nun hat man den Bogen aber womöglich überspannt, da man Fortnite-Spieler mit einem auf der PS4 genutzten Konto von der Switch-Version ausschließt.

Bisher Luxus

Cross-Play war und ist bisher ein Thema, das man als gute, aber nicht essentielle Angelegenheit bezeichnen konnte. Denn natürlich ist es nett, bei Spielen wie Minecraft und Rocket League mit und gegen Freunde mit einer anderen Konsole spielen zu können, es ist aber eher so etwas wie Luxus denn eine Lebensnotwendigkeit.

Sony jedenfalls hat sich bisher über alle Bitten von Fans und auch Mitbewerbern hinweggesetzt, so mancher interpretierte das als Arroganz des Marktführers. Für Boykottaufrufe und ähnliches war das Thema Cross-Play aber bisher eben nicht wichtig genug. Doch nun hat Sony in den Augen vieler PS4-Besitzer und -Fans den Bogen überspannt.

Fortnite ist kostenlos auf der Nintendo Switch gestartet

Außer sich vor Wut

Denn derzeit hagelt es in Foren, auf Reddit und auch auf dem Twitter-Konto von Sony Kritik, PS4-Spieler sind außer sich vor Wut. Denn auf der E3 hat Epic Games wie erwartet Fortnite für Switch angekündigt und auch bereits veröffentlicht. Sony erlaubt keinerlei Cross-Play zwischen PlayStation 4 und der Nintendo-Konsole. So weit, so erwartet.

Aber Sony verbietet mehr als das: Denn ein Spieler, der auf der PlayStation 4 ein Fortnite-Konto nutzt, darf sich nicht mit diesem Konto auf der Version für Nintendo Switch einloggen. Das bedeutet, dass man Spielfortschritte nicht von einer Konsole auf die andere mitnehmen kann. Xbox One-Spieler scheinen hingegen ihr Konto "übertragen" zu können.

Viele PS4-Spieler sind über diese Art der Bevormundung empört und meinen, dass das Epic Games-Spiel nicht Sony gehört. Viele drohen bereits damit, der PS4 aus diesem Anlass den Rücken zuzukehren und auf die Cross-Play-freundliche Xbox One zu wechseln. Bisher hat Sony derartige Proteste ignoriert und auch mit teils sehr lahmen Ausreden gekontert. Nun aber scheint man es übertrieben zu haben. So schreibt The Verge etwa: "Fortnite-Fans haben jedes Recht, über diese unschöne Situation wütend zu sein. Das ist konsumentenunfreundlich und kommt von einer arroganten Position der Marktdominanz."


Bei Microsoft genießt man das hingegen sicherlich etwas, denn die Redmonder gelten als große Cross-Play-Fürsprecher. Die britische Xbox-Abteilung stichelte jedenfalls genüsslich und fragte in Richtung Nintendo, ob man dort "später Lust auf etwas Fortnite" hätte.
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