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Intel zeigt gleich zwei Prototypen mit einem "faltbaren" Doppel-Display

Von Witold Pryjda am 06.06.2018 17:27 Uhr
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Auf der derzeit stattfindenden IT-Messe Computex hat Asus einen höchst interessanten Prototyp mit dem Namen Project Precog gezeigt. Das Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass es keine physische Tastatur hat, sondern zwei Displays. Asus ist mitnichten der erste Hersteller, der sich daran versucht, so hat Microsoft vor Jahren das Courier genannte Doppel-Tablet entwickelt und dann eingestellt.

Die Idee ist also alles andere als neu und dennoch versuchen sich die Hersteller immer noch an Geräten mit zwei Displays. Das aktuellste stammt von Intel und existiert bisher als Prototyp. Diesen hat PC World zu Gesicht bekommen bzw. hat der Halbleiterhersteller gleich mehrere Versuchsgeräte gebaut.

Diese sind in vielerlei Hinsicht gleich, der wohl wichtigste Unterschied ist die Art eines der Displays. Denn in einem Fall verbaut Intel ein E-Paper-Display (dieses Gerät hat den Codenamen Tiger Rapids bekommen), in einem zweiten sind es zwei herkömmliche Bildschirme. Ob E-Paper oder LCD: Auf einer Seite kann stets eine virtuelle Tastatur eingeblendet werden, auf der man dann tippen kann.

Intel Tiger Rapids


Intel Tiger Rapids

Für Stylus-Freunde

Das Projekt soll laut Intel mehr sein als eine bloße Spielerei, das Unternehmen will hier erreichen, dass sich das Gerät dem Nutzer anpasst und nicht umgekehrt, erklärt Intel-Manager Gregory Bryant. Das Gerät ist allerdings nicht die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau, da man ein klar definiertes Nutzungsszenario bzw. Zielgruppe hat: Stylus-Nutzer.

Project Precog: Asus zeigt den Laptop der Zukunft - mit zwei Displays
Das ist auch die Ausrichtung, die man immer wieder aus Richtung des Microsoft-Projektes mit dem Codenamen Andromeda hört. Hierzu gibt es bisher nicht viele gesicherte Informationen, zuletzt hieß es, dass Andromeda mit einem ARM-Prozessor von Qualcomm laufen soll. Das würde auch erklären, warum sich Intel nun so tief in die Karten blicken lässt.

Im Fall von Intel dienen solche Prototypen fast immer als Referenzdesign, man selbst stellt solche Geräte nicht her, sondern will seine Partner zu ähnlicher Hardware inspirieren (die dann natürlich mit Intel-Chips arbeitet).
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